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Entsorgung von Eierschalen

Aus aktuellem Anlass informieren wir über Änderungen bei der Entsorgung von Eierschalen. Ab dem 4. März 2011 gilt die Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates vom 21. Oktober 2009, welche die Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte regelt. Damit dürfen Eierschalen ohne vorherige Hygienisierung in einer Biogas- oder Kompostieranlage verarbeitet werden.

In Kapitel I, Abschnitt 4, Artikel 10 „Material der Kategorie 3“ unter Buchstabe k wird „… Material von Tieren, die keine Anzeichen von durch dieses Material auf Mensch oder Tier übertragbaren Krankheiten aufwiesen“ aufgeführt. Dazu zählt nach Punkt ii) Material von Landtieren. Aufgeführt werden Brütereinebenprodukte, Eier und Ei-Nebenprodukte, einschließlich Eierschalen.

In Kapitel II, Abschnitt 2, Artikel 14 „Beseitigung und Verwertung von Material der Kategorie 3“ heißt es weiterhin unter Buchstabe d, dass Material der Kategorie 3 so zu verarbeiten und zu verwenden ist, dass es „zur Herstellung organischer Düngemittel oder Bodenverbesserungsmittel, die gemäß Artikel 32 in Verkehr zu bringen sind“, geeignet ist. Eine Ausnahme bildet das Material der Kategorie 3, „das sich durch Zersetzung oder Verderb so verändert hat, dass es durch dieses Produkt eine unannehmbare Gefahr für die Gesundheit von Mensch oder Tier darstellt“. Verarbeitet oder verwendet werden kann das o.g. Material in der Kompostierung oder in Biogasanlagen.

Bis zum 4. März 2011 ist eine Hygienisierung des o.g. Materials nach der derzeitig gültigen Hygiene-Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 durchzuführen. Das bedeutet, dass das Material eine maximale Kantenlänge von 12 mm aufweisen und mindestens 60 min. auf 70 °C erhitzt werden muss.

O.g Matarial darf derzeit nach der Hygiene-Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 als Ausgangsstoff verwendet werden, sofern der Siebdurchgang zu 97 % bei 3,5 mm und zu 70 % bei 1,0 mm gewährleistet ist.