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Ambrosia, Indisches Springkraut und Japanischer Knöterich

Aufgrund einer immer weiteren Ausbreitung von unerwünschten eingewanderten Pflanzen weisen wir eindringlich darauf hin, dass AmbrosiaIndisches Springkraut und Japanischer Knöterich nicht in die Eigenkompostierung gegeben werden dürfen. Nur in gewerblichen Anlagen, die bei der Kompostierung Temperaturen über 70 °C erreichen, werden Samen und Pflanzenteile abgetötet und eine Verbreitung verhindert.

Immer häufiger werden Bestände unerwünschter Pflanzen wie Ambrosia in Deutschland gesichtet. Da sie neben ökologischen auch gesundheitliche Probleme verursachen können, müssen sie auf geeignete Weise bekämpft und deren Ausbreitung verhindert werden.

Ambrosia ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. In Deutschland erfolgt die Ausbreitung zumeist durch verunreinigtes Vogelfutter, durch den Transport von Erden und anderen Stoffen, die mit Ambrosia-Samen oder anderen Pflanzenteilen wie Wurzeln verunreinigt sind oder durch Anhaftungen an Fahrzeugen. DieAusbreitung durch den Wind spielt dabei eine untergeordnete Rolle, da die Samen schwer und ohne Flugvorrichtung sind, wodurch eine Ausbreitung nicht über längere Strecken erfolgen kann. Ambrosia besiedelt eine große Bandbreite an verschiedenen Standorten, zieht aber offene Flächen vor und meidet dichten Bewuchs. Bei Menschen können die Pollen der Ambrosia eine Pollenallergie auslösen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fließschnupfen, Bindehautentzündung und Asthma. Durch die späte Blüte, im Vergleich zu den Gräsern, kann die allergische Reaktion bei empfindlichen Personen verlängert werden. Ambrosia sollte daher am besten vor der Blütezeit bis spätesten Mitte Juli bekämpft werden, um eine Pollenbelastung zu verhindern. Bekannte Standorte und Vogelfutterplätze sind regelmäßig auf Ambrosia zu untersuchen. Gefundene Pflanzen sollten möglichst mit der Wurzel herausgerissen werden. Ansonsten können diese wieder austreiben. Da durch einen Hautkontakt oft eine Irritation erfolgt, sind während der Arbeit Handschuhe und Kleidung, die den gesamten Körper bedecken, empfehlenswert. Bei blühenden Pflanzen sind zusätzlich ein Mundschutz sowie eine Schutzbrille zu benutzen, damit der Ambrosia-Pollen nicht eingeatmet wird oder in die Augen gelangt. Das entfernte Pflanzenmaterial sollte umgehend in einen Plastikbeutel gefüllt, gut verschlossen und über den Restmüll entsorgt oder einer Kompostieranlage mit professioneller Gütesicherung zugeführt werden. Eine Verbreitung von Pollen und Samen ist während des Transportes zu vermeiden, d.h. keine offenen Transporte.

Indisches Springkraut ist zwar nicht für Menschen gefährlich, kann aber bei starker Vermehrung während der Blütezeit eine große Konkurrenz für heimische Pflanzenarten bedeuten und ggf. auch dichte und hohe Bestände bilden. Zum Teil wird eine Gehölzverjüngung verhindert. Das Indische Springkraut ist eine einjährige Pflanze, die als Zierpflanze in Europa eingeführt und später wegen der nektarreichen Blüten von Imkern als späte Bienentracht oder durch Verfrachtung von Gartenabfällen und anderen Materialien verbreitet wurde. Das Springkraut ist besonders auf nährstoffreichen und feuchten Standorten zu finden. Damit die Bestände eingegrenzt werden können, sollten die Pflanzen kurz vor der Blüte und vor allem vor der Samenbildung gemäht oder mit Wurzeln ausgerissen werden. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die bearbeitete Fläche sollte zwei bis drei Wochen später auf nachwachsende Pflanzen kontrolliert werden. Indisches Springkraut ist für die Eigenkompostierung nicht geeignet. Eine fachgerechte Entsorgung findet über den Restmüll oder eine Kompostieranlage statt.

Der Japanische Knöterich wurde in den 1950er Jahren von Jägern als Wildfutter angepflanzt. Seitdem breitet sich der Knöterich aus, wobei eine Gehölzverjüngung verhindert wird. Er ist eine mehrjährige robuste Pflanze, deren Stängel und Blätter im Winter absterben. Pflanzen sollten möglichst ausgerissen und die Wurzeln ausgegraben werden, da diese ansonsten wieder austreiben. Auch Teile des Rhizoms sind in der Lage wieder austreiben. Eine fachgerechte Entsorgung findet über den Restmüll oder eine Kompostieranlage statt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
invasive Pflanzen allgemein
Bayerisches Landesamt für Umwelt: „Neophyten – Pflanzenporträts“ 
Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia)
FBK-Infoblatt „Ambrosia – Vorbeugung und Bekämpfungsempfehlung“
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Julius Kühn-Institut
Indisches Springkraut (Impatiens glandulifera)
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft