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Mogelpackung Bioplastik – ökologisch und kompostierbar?!

Bioplastik_neuNachdem die Plastiktüte, gerechtfertigter Weise, in Verruf geraten ist, versuchen Supermärkte eine Alternative anzubieten. Die Bio-Plastiktüte ist in immer mehr Einkaufsläden zu finden. Es wird damit geworben, dass diese abbaubar bzw. sogar kompostierbar sei. Zur Diskussion steht auch, Bio-Plastiktüten für die Bioabfallsammlung einzusetzen, da sie bei der Kompostierung von Bioabfällen mitkompostiert werden können und nicht mehr aussortiert werden müssen.
Doch die Praxis zeigt, dass dieses System bei Weitem nicht das hält, was es verspricht.

Die Welt hat ein Problem. Plastikmüll verschmutzt die Meere und gelangt immer mehr in die Nahrungskette. Auf Grund dieser Tatsache ist die Plastiktüte gerechtfertigter Weise in Verruf geraten. Laut Statistik nutzt jeder Deutsche im Durchschnitt 71 Plastiktüten pro Jahr, wobei jede Tüte im Schnitt nur 25 Minuten lang Verwendung findet. Im europäischen Durchschnitt sind es 198 Tüten pro Kopf und Jahr. Ein riesiges Problem, wenn man bedenkt, das im Nordpazifik bereits eine Plastikmüllinsel von der Größe Mitteleuropas schwimmt.

Doch anstatt auf Plastiktüten einfach zu verzichten gibt es heutzutage in manchen Supermärkten die sogenannten „Bio-Plastiktüten“.

Diese bestehen meist aus thermoplastischer Stärke, welches aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrohr hergestellt wird. Es wird damit geworben, dass diese „Bio“- Tüten verrotten und sogar kompostierbar seien. Was allerdings nur bedingt richtig ist. Die Kompostierung von solchen Tüten funktioniert nämlich nur bei 60 °C und 95 % Luftfeuchtigkeit über einen Zeitraum von 12 Wochen. Da diese Zeitspanne für moderne Kompostieranlagen deutlich zu lang ist, werden die Tüten dort wiederum aussortiert und verbrannt, da kein Endverbraucher Reste von Plastik (Bio oder nicht) in seinem Kompost haben will.
Im Hinblick auf die Herstellung der traditionellen Plastiktüten aus Erdöl und die mit der Erdölförderung entstehenden Umweltprobleme ist eine Abkehr von den traditionellen Plastiktüten für manchen immer noch verlockend.

Die Ökobilanz der Bio-Tüten sieht aber leider auch nicht besser aus.

Um die, für die Herstellung von Bioplastik, benötigten Pflanzen zu produzieren, müssen immense Flächen bewirtschaftet werden. Eventuelle Waldrodungen, um Ackerflächen zu erschaffen, sind dabei schon vorprogrammiert, wenn Unternehmer erst einmal das große Geschäft wittern. Zudem werden für die Herstellung von Bioplastik voraussichtlich Unmengen an genmanipulierten Pflanzen verwendet werden. Die daraus entstehenden Probleme können wissenschaftlich noch gar nicht abgeschätzt werden.

Nach Meinung der Deutschen Umwelthilfe ist die Ökobilanz der Biotüten sogar schlechter als die der normalen Plastiktüte.
Dementsprechend hilft nur, den Gebrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten.

Die Idee, Bioabfälle in Bio-Plastiktüten zu sammeln und alles zusammen (also Biomüll und Bio-Plastik) zu kompostieren, kann aus den oben genannten Gründen auch nicht funktionieren. Die kommende Verschärfung der DümV, die einen Maximalwert von 0,1 % für alle nicht abgebauten Kunststoffe in Bioabfällen vorsieht, zeigt klar, dass die Kompostierung von Bioplastik auch gesetzlich zu Problemen führt. Wenn das Bioplastik in den kurzen Rottezeiten der Kompostieranlagen nicht abgebaut wird, werden Grenzwerte überschritten.
Die FBK e.V. spricht sich gegen die Sammlung von Bioabfällen in Bioplastiktüten und deren gemeinsame Kompostierung aus.

Auffrischung wichtiger Themen zur Kompostierung

Auf Grund der Wichtigkeit und zur Auffrischung des Kenntnisstandes wollen wir Sie zum Thema Bioabfälle und deren Behandlung und Verarbeitung informieren.

Begriff Bioabfälle aus der aktuellen Bioabfallverordnung (BioAbfV §2 Absatz 1):
Bioabfälle sind:
Abfälle tierischer oder pflanzlicher Herkunft oder aus Pilzmaterialien zur Verwertung, die durch Mikroorganismen, bodenbürtige Lebewesen oder Enzyme abgebaut werden können, einschließlich Abfälle zur Verwertung mit hohem organischen Anteil tierischer oder pflanzlicher Herkunft oder an Pilzmaterialien.“

 Bioabfälle sind nicht:
– „Bodenmaterial ohne wesentliche Anteile an Bioabfällen“,
– „Pflanzenreste, die auf forst- oder landwirtschaftlich genutzten Flächen anfallen und auf         diesen Flächen verbleiben.“

Eine vollständige Liste an Bioabfällen finden Sie zusätzlich im Anhang der Bioabfallverordung (BioAbfV Anhang 1).

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz stellt Ihnen dafür die BioAbfV im Internet zur Verfügung: http://www.gesetze-im-internet.de/bioabfv/

Hygienisierung des Kompostes:
Der Gesetzgeber schreibt vor (BioAbfV § 3 Absatz 1) :„Entsorgungsträger, Erzeuger und Besitzer haben […] Bioabfälle vor der Aufbringung oder der Herstellung von Gemischen einer hygienisierenden Behandlung zuzuführen, welche die seuchen- und phytohygienische Unbedenklichkeit gewährleistet.“

Zur Sicherstellung der hygienischen Unbedenklichkeit führen Sie die kontinuierliche Temperaturüberwachung mittels Logger und Sonden durch.

Untersuchung der Kompostparameter:
Zusätzlich zur kontinuierlichen Temperaturüberwachung ist auch die Überwachung der physikalischen und biologischen Kompostparameter wie Schwermetalle und organische Inhaltsstoffe von absoluter Wichtigkeit, um eine Aussage über die Güte des Kompostes machen zu können.

Laut BioAbfV ist der Bioabfallbehandler verpflichtet […]“Untersuchungen der behandelten Bioabfälle durchführen zu lassen auf:
1. Gehalte der Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink.
2. den pH-Wert, Salzgehalt, Gehalt organischer Substanz, Trockenrückstand und den Anteil an    Fremdstoffen und Steinen.“

Verwertung von Aschen in der Kompostierung

Angesichts eines weltweit steigenden Energiebedarfs und der für den Klimaschutz notwendigen Beschränkung der CO2-Emissionen gewinnt der Einsatz des nachwachsenden Energieträgers Holz weiter an Bedeutung. Bei der Verbrennung von Holz verbleibt ein vorwiegend aus den anorganischen Bestandteilen des Holzes bestehender Rückstand in Form von Aschen. Holzaschen enthalten Nährstoffe, die eine Verwertung sinnvoll erscheinen lassen, jedoch auch Schadstoffe, die in jedem Fall eine geordnete Verwertung bzw. Beseitigung notwendig machen.

Die stoffliche Zusammensetzung der einzelnen Aschefraktionen wird durch brennstoffabhängige und anlagentechnische Größen bestimmt. Auch naturbelassenes Holz weist abhängig von Gehölzart, -alter, Rinden- und Grünanteil unterschiedliche Nähr- und Schadstoffgehalte auf. Schadstoffeinträge sind auch möglich bedingt durch den Standort während des Wachstums, die Handhabung während der Holzernte und die Weiterverarbeitung sowie durch eine Verschmutzung während der Nutzungsphase (bei gebrauchtem Holz). Wesentliche anlagentechnische Einflussgrößen sind der Ausbrand, die Feuerraumtemperatur, die Temperatur, bei der die Asche anfällt, sowie die Art derAbgasreinigung. Weiterhin ist der Eintrag von Stoffen aus Ofen- und Kesselmaterialien durch Korrosionsvorgänge möglich. Die analytische Charakterisierung von Holzaschen ergibt typischerweise große Streubreiten. [Quelle: LfU]

fbk-info-asche-kompostierung_200Die FBK e.V. hat auf Grundlage der aktuellen Vorschriften (speziell: Novelle der BioAbfV, des KrW-AbfG, DüMV, etc.) ein Merkblatt erarbeitet, aus dem in Kürze alle wichtigen Informationen zur Verwendung von Asche in der Kompostierung dargestellt sind.

Das Merkblatt können Sie sich unter folgendem Link herunterladen:

Download: Merkblatt „Verwendung von Asche in der Kompostierung“

 

 

 

LfU-Info-Broschüre: Verwendung von Kompost schützt Moore

 

LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

Die Veröffentlichung „Kompost nutzen, Moore schützen“ des Bayerischen Landesamts für Umwelt informiert über den klima- und umweltrelevanten Vorteil der Verwendung von Kompost anstelle von mit Torf angereicherter Blumen- und Gartenerde.

Jahrhundertelang wurde Torf in Mooren abgebaut, um Brennmaterial zu gewinnen. Heutzutage wir abgebauter Torf in großen Mengen handelsüblicher Blumen- und Gartenerde beigemischt, da dieser Wasser speichert und die Erde auflockert.

Zum Torfabbau muss das Moor entwässert werden – mit weitreichende Folgen für die Moorböden und deren Wasserhaushalt. Auch das Klima wird durch die Entwässerung der Moore negativ beeinflusst. Grundsätzlich sind Moore gute Kohlenstoffspeicher, sie binden ca. sechsmal soviel Kohlenstoff wie Wald. Bei der Entwässerung kommt es allerdings zu einem Abbau des Torfs durch Mikroorganismen, wobei klimaschädliche Gase wie CO2, Lachgas und in geringen Mengen auch Methan freigesetzt werden. Außerdem werden Tier- und Pflanzenarten, die sich über Jahrhunderte an die nährstoffarmen und feuchten Moorböden angepasst haben, aus ihren Lebensräumen verdrängt, was zu einem hohen Verlust der Artendiversität in diesen Landschaften führt.

Eine hervorragende Alternative zu Torf ist Kompost. Im Gegensatz zu Torf, der sehr nährstoffarm und sauer ist und dadurch mit Mineraldünger und Kalk vor dem Gebrauch angereichert werden muss, ist Kompost ein guter Nährstofflieferant. Zusätzlich enthält Kompost Spurenelemente, die für das Wachstum der Pflanzen notwendig sind. Mit dem Humusanteil im Kompost wird dem Boden wieder organische Substanz zugeführt: dies führt zu einer ausgeglichenen Humusbilanz und folglich zu einem dauerhaft fruchtbaren Boden.

Durch die Verwendung eines Kompostes mit Gütesicherung ist eine Unterschreitung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Schwermetalle und Störstoffe und somit eine gute Qualität gewährleistet.

Direkter Link zur LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

Phosphatquelle ist nicht gleich Phosphatquelle

Festgesetzte Düngerpreise veranlassen immer mehr Landwirte dazu, nach möglichst günstigen Alternativen bei der Phosphatdüngung zu suchen. So wurden in den letzten Jahren neben Mineraldüngern vermehrt auch Sekundärrohstoffdünger wie Kompost, Klärschlamm und Fleischknochenmehl eingesetzt.

Phosphat-EintragEs gibt allerdings einen großen Unterschied zwischen der Phosphatdüngung mit Mineraldünger und mit Sekundärrohstoffdünger: die meisten gängigen mineralischen Phosphatdünger enthalten als Phosphatquelle einen sehr hohen Anteil an aufgeschlossenem Phosphat, das leicht löslich ist und somit der Pflanze schnell zur Verfügung steht.

Sekundärrohstoffdünger dagegen enthalten oft hohe Mengen an Calciumphosphaten (Apatite) und organischen Phosphatverbindungen, die im Boden erst in leicht lösliche Verbindungen umgewandelt werden müssen, bevor sie den Pflanzen zur Verfügung stehen. Die Geschwindigkeit dieser Umsetzungsprozesse ist allerdings abhängig von verschiedenen Faktoren, die der Landwirt durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Einstellung des optimalen pH-Werts durch Kalkung bzw. physiologisch sauer wirkende N-Dünger, beeinflussen kann.

Folglich eignen sich Mineraldünger besonders für die Behebung von aktuellen Phosphatmangelsituationen bzw. zur direkten Versorgung der Kulturen mit pflanzenverfügbarem Phosphat. Sekundärrohstoffdünger können dagegen für die Verbesserung oder die Erhaltung der Grundversorgung mit Phosphat über einen längeren Zeitraum angewandt werden.

Durch die meist geringen Nährstoffgehalte der Sekundärrohstoffdünger müssen bei einem hohen P-Bedarf große Mengen ausgebracht werden. Für einen gezielten Einsatz ist daher der genaue Nährstoffgehalt des verwendeten Stoffs notwendig. Aufgrund großer Schwankungen im Nährstoffgehalt sollte immer eine aktuelle Analyse über die Nährstoffkonzentrationen vorliegen.

Quelle: BLW 45 /9.11.2012

Kompostzugabe verändert die Schwermetallgehalte im Boden

Schwermetallgehalte im BodenDie Studie „Frachtenberechnung für Kompostanwendung“ des Verbandes der Humus- und Erdenwirtschaft e.V. (Aachen) in Zusammenarbeit mit der ahu AG Wasser-Boden-Geomatik (Aachen) zeigt durch umfangreiche Berechnungen, dass sich die Schwermetallgehalte im Boden durch Zugabe von Kompost verändern.

Mit der Kompostdüngung werden nicht nur organisches Material und Nährstoffe auf die Böden ausgebracht, sondern auch große Mengen mineralische Substanz. Über die Zeit wird das organische Material größtenteils mineralisiert und die Nährstoffe werden von den Pflanzen aufgenommen. Die mineralische Substanz bleibt im Boden und trägt dauerhaft zum Bodenaufbau und somit zu einem größeren Oberbodenhorizont bei.

Diese Anreicherung von mineralischen Partikeln wird bisher bei der Berechnung von Schadstoffmengen im Boden nicht mit einkalkuliert. Bei über 50% Mineralpartikeln im Kompost hat dies aber einen wesentlichen Einfluss auf die tatsächliche Schadstoffmenge im Boden. So würde sich über einen Zeitraum von 100 Jahren bei regelmäßiger Kompostanwendung der Oberbodenhorizont um 3,6 cm erhöhen.

Die Beispielberechnung in der Studie zeigt, dass unter der Berücksichtigung des mineralischen Anteils im Kompost die Schadstoffanreicherung im Boden zum Teil deutlich geringer ist, verglichen mit den Konzentrationen der reinen Schadstofffrachtenberechnung. Insbesondere bei Böden mit hohem Schwermetallgehalt kann die Zugabe von Kompost sogar zu einer Abreicherung der Schwermetallkonzentrationen führen, da sich die Schadstoffe auf eine größere Bodenmenge verteilen.

Weiterführender Link zur Studie des VHE

2. Kompost-FacharbeiterInnenkurs

Aufbaukurs für BetreiberInnen und das leitende Personal von Kompostierungsanlagen sowie Sachverständige und PlanerInnen

vom 27.-29.05.2013 in Linz

oewav-logoIm Zuge dieser dreitägigen KompostfacharbeiterInnenausbildung werden aufbauend auf die Kenntnisse des ÖWAV-Grundkurses für das Betriebspersonal von MBA- und Kompostierungsanlagen unter Berücksichtigung eines verstärkten Praxisbezuges die Themen „Anforderungen an die Hygienisierung“, „Prozesssteuerung vor Ort“, „ArbeitnehmerInnenschutz in der Praxis“, „Qualitätssicherung und Dokumentation“, „Abfallbilanzierung“, „Kompostbeurteilung und Düngeplanung“ und „Bezug von Rechtsquellen“ behandelt.

Die Kursgebühren für FBK-Mitglieder entsprechen denen der ÖWAV-Mitglieder.

Weitere Informationen finden Sie auf unter www.oewav.at

Der Kompost macht’s

Bioabfall aus Haushalt, Industrie, Handel und Gewerbe enthält wertvolle Nährstoffe und organische Substanzen, die nach geregelter Kompostierung oder Vergärung erneut als Dünger und Humus unbedenklich für Pflanzen und Böden eingesetzt werden können.

Der Anteil an organischem Material im Hausmüll wird auf 35 – 40 % geschätzt, was ein Gewicht von 100 kg pro Kopf in einem einzigen Jahr bedeutet. Daraus ergibt sich ein Potential von 12 – 15 Mio. Tonnen Bio- und Grünabfall jährlich – und das lediglich in Deutschland.

Europaweit rechnet man mit 100 – 150 Mio. Tonnen, Tendenz steigend. Diese gewaltigen Mengen könnten zu ca. 50 Millionen Tonnen Kompost verarbeitet werden und besonders in südlichen Gebieten mit salzigen Böden zu einer verbesserten Bewirtschaftung beitragen, um nur ein positives Beispiel zu nennen.

Durchaus erweist sich Kompost im Garten-und Landschaftsbau sowie im Hobbygarten als idealer Begleiter aufgrund seiner vielen positiven Auswirkung auf die Bodenstruktur, den Wasserhaushalt sowie die Bodenmikrobiologie und ist die beste Alternative oder Ergänzung zum teuren Mineraldünger, der die Gefahr einer schnellen Überdüngung mit sich bringt. Laut einer Bremer Studie wirkt sich regelmäßiges Düngen alleine mit Komposterde ertragssteigernd bei minimaler Arbeit und Kosten aus.

Quelle: Abschlussbericht 2008 zum Projekt Kompost-Anwendungsversuche Baden-Württemberg.

 

Komposterde als Risiko?

Laut einem Hinweis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) stellt die Arbeit mit „Komposterde“ ein Risiko für Hobbygärtner dar, sich mit Legionellen zu infizieren. Hier beruft sich die Gesellschaft auf Warnungen der schottischen Gesundheitsbehörde der Krankheitsfälle vorliegen, die in Verbindung mit Blumenerde stehen.
In Deutschland wurde bisher noch kein Fall einer Ansteckung bekannt und auch das Risiko sei laut DGP-Vizepräsident Tobias Welte eher gering. Andererseits sind in unseren Nachbarländern Österreich, Frankreich, Niederlande, sowie in Schweden während den Jahren 2006 und 2009 vereinzelt Fälle gemeldet worden, die auf die Arbeit mit Kompostprodukten zurückzuführen sind.
Der hierfür verantwortliche Erreger Legionelle longbeachae ist noch wenig erforscht. Fakt ist jedoch, dass er eingeatmet werden kann. Laut einer Einschätzung der Uni Hohenheim ist das Arbeiten mit Gärrückständen und Komposten unbedenklich, wenn diese regelmäßiger Güteüberwachung nach
§ 11 Abs. 3 BioAbfV bzw. § 12 KrWG unterliegen.
Quellen: dapd/cl

 

Praktikertag der ARGE Kompost & Biogas

Die Entwicklung neuer Technologien durch innovative Partnerschaften zwischen Anlagenbetrieb und Anlagentechnik, ermöglichte den bisherigen Fortschritt in den Bereichen Kompostierung & Vergärung. Um dieses Netzwerk weiter auszubauen, veranstaltet die ARGE Kompost & Biogas am 23.September 2011 den 2. Internationalen Kompost Praktikertag in Salzburg.

Ob mobile Maschinen zur Zerkleinerung von Biomasse, neuester Techniken in den Bereichen Umsetzen, Sieben, Messen, Manipulieren und Transportieren werden einem internationalen Publikum von den führenden Anbietern vorgestellt.

Ihr Nutzen auf einen Blick:

  • Maschine/Geräte werden im Praxisbetrieb vorgestellt
  • Pflege bestehender Kontakte
  • Knüpfen von neuen Branchenkontakten

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