Schlagwort-Archiv: Klima

LfU-Info-Broschüre: Verwendung von Kompost schützt Moore

 

LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

Die Veröffentlichung „Kompost nutzen, Moore schützen“ des Bayerischen Landesamts für Umwelt informiert über den klima- und umweltrelevanten Vorteil der Verwendung von Kompost anstelle von mit Torf angereicherter Blumen- und Gartenerde.

Jahrhundertelang wurde Torf in Mooren abgebaut, um Brennmaterial zu gewinnen. Heutzutage wir abgebauter Torf in großen Mengen handelsüblicher Blumen- und Gartenerde beigemischt, da dieser Wasser speichert und die Erde auflockert.

Zum Torfabbau muss das Moor entwässert werden – mit weitreichende Folgen für die Moorböden und deren Wasserhaushalt. Auch das Klima wird durch die Entwässerung der Moore negativ beeinflusst. Grundsätzlich sind Moore gute Kohlenstoffspeicher, sie binden ca. sechsmal soviel Kohlenstoff wie Wald. Bei der Entwässerung kommt es allerdings zu einem Abbau des Torfs durch Mikroorganismen, wobei klimaschädliche Gase wie CO2, Lachgas und in geringen Mengen auch Methan freigesetzt werden. Außerdem werden Tier- und Pflanzenarten, die sich über Jahrhunderte an die nährstoffarmen und feuchten Moorböden angepasst haben, aus ihren Lebensräumen verdrängt, was zu einem hohen Verlust der Artendiversität in diesen Landschaften führt.

Eine hervorragende Alternative zu Torf ist Kompost. Im Gegensatz zu Torf, der sehr nährstoffarm und sauer ist und dadurch mit Mineraldünger und Kalk vor dem Gebrauch angereichert werden muss, ist Kompost ein guter Nährstofflieferant. Zusätzlich enthält Kompost Spurenelemente, die für das Wachstum der Pflanzen notwendig sind. Mit dem Humusanteil im Kompost wird dem Boden wieder organische Substanz zugeführt: dies führt zu einer ausgeglichenen Humusbilanz und folglich zu einem dauerhaft fruchtbaren Boden.

Durch die Verwendung eines Kompostes mit Gütesicherung ist eine Unterschreitung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Schwermetalle und Störstoffe und somit eine gute Qualität gewährleistet.

Direkter Link zur LfU-Info: Kompost nutzen, Moore schützen

Dokumentarfilm: Humus – Die vergessene Klimachance

Weltweit nehmen die Humusgehalte in den Böden ab. Mit einer Erhöhung des organischen Anteils in der Erde können gefährdete Böden lebendig gehalten und somit vor Desertifikation geschützt werden. Die Bodenfruchtbarkeit wird erhalten bzw. erhöht. In diesem Dokumentarfilm wird u.a. der Versuch, Böden in der Steiermark mit einem speziellen Kompost zu verbessern, begleitet.

Weltweit suchen Landwirte und Forscher nach einer Möglichkeit, Humus gezielt aufzubauen, da nach den neuesten Forschungsergebnissen CO2 so nachhaltig gebunden werden kann. Da der Humusgehalt über Jahre hinweg im Boden signifikant erhöht werden kann, ist es möglich, auf diese Weise – je nach Humusform – CO2 bis zu einigen Jahrhunderten stabil im Boden zu binden. Dass die Landwirtschaft weltweit 30 % der Treibhausgase verursacht, verdeutlicht die Notwendigkeit und die Dringlichkeit, eine Lösung zur nachhaltigen Landwirtschaft zu finden. Von dem Klimawandel sind auch die Niederschläge betroffen. Mit dem Klimawandel werden diese anders verteilt. Während in einer Region die Niederschläge zunehmen, nehmen sie woanders ab. Auch ein Gebiet mit gleichmäßig über das Jahr verteilten Niederschlägen muss sich mehr und mehr mit Dürreperioden und Starkniederschlägen auseinandersetzen. Durch den Bodenaufbau werden Huminstoffe eingebracht, die das 27fache ihres Gewichts an Wasser speichern und die Auswirkungen des Klimawandels bezüglich der Niederschläge abdämpfen können. Bodenwissenschaftler erklären die Zusammenhänge zwischen Boden, Humus, CO2 und Klima. Gleichzeitig wird der Frage nach der Bedeutung der Bodenlebewesen und den Auswirkungen durch Düngung und Bodenbearbeitung nachgegangen.

Auf der Internetseite zum Film kann über zwei Webcams der Versuch in der Steiermark begleitet werden. Eine Kamera beobachtet einen ganz normalen Acker und die andere Kamera beobachtet ein Versuchsfeld, auf welchem hochwertiger Humus aufgetragen wird.

Den Film können Sie auf der dazugehörigen Internetseite bestellen. Dort stehen Ihnen auch weiterführende Informationen zur Verfügung:
Internetseite zum Film