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Berliner Energiekonferenz am 4. und 5. Mai

Die Berliner Energiekonferenz befasst sich mit Themen aus dem Gebiet der Erneuerbaren Energien. Schwerpunkte werden sowohl die stoffliche und energetische Verwertung von Biomasse als auch die Vergärung und Biogaserzeugung sein.

Am 4. Mai werden die Themen Stromnetze, Strategien und Konzepte sowie Wirtschaft und Recht behandelt. Am 5. Mai liegt der Schwerpunkt auf der Biomasse mit einer stofflichen und energetischen Nutzung, dem

Biogas, Ersatzbrennstoffen sowie Netze, Speicher und Windenergie. Die Themen am zweiten Tag finden in Parallelsitzungen statt.

Die Konferenz bewegt sich in der aktuellen Diskussion um die Reduzierung von Treibhausgasen, den Ausbau der erneuerbaren Energien und den damit verbundenen strukturellen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Programm und Anmeldung

Erneuerbare Energien: Bände 3 und 4 erschienen

Nachdem die Bände 1 und 2 der Buchreihe „Erneuerbare Energien“ erschienen sind, werden nun die Bände 3 und 4  angeboten.

Band 3 widmet sich den Strategien zur Energieversorgung aus Sicht des Sachverständigenrates, von Verbänden und aus Sicht der Wirtschaft. Dabei werden das Emissionshandelsrecht als auch die Schwierigkeiten bei der Genehmigungdargestellt. Dazu wird über Eigentümerstrukturen referiert sowie eine Prognose zur zukünftigen Verteilung des Marktes und zum Anteil der großen Energieversorgungsunternehmen abgegeben. In Beiträgen erhält der Leser einen Einblick in Forschungsaktivitäten und einen Ausblick auf die Energieversorgung der Zukunft. Erstmals werden dieSchlüsselbereiche Netze und Speicher unter rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten beleuchtet.

In Band 4 wird der zweite Band ergänzt und aktualisiert. Im Themenblock Biomasse ist ein fundierter Überblick über dieBiomasse-Versorgungskette entstanden. Die Teilthemen reichen von der Brennstoffversorgung über die Aufbereitungbis zur Verbrennungstechnik. Zusätzlich werden verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung von Korrosion vorgestellt. Neben dem Thema Verbrennung wird ebenso die Vergasung von Biomassen und die Heißgasreinigung der erzeugten Synthesegase behandelt. Um die Verwendungspotentiale durch eine Kaskadennutzung darzustellen, wird Holz als Beispiel behandelt.

In dem Themenbereich Vergärung wird zunächst durch einen Überblick über die vorgeschaltete Aufbereitung des Inputmaterials und die Darstellung verschiedener Konzepte der Bioabfallvergärung eingeführt. Daneben beschäftigen sich weitere Beiträge mit der Effizienzsteigerung von Vergärungsanlagen, den Emissionen aus Biogasanlagen einschließlich Maßnahmen zu deren Vermeidung und Verminderung sowie den Gärresten aus der Bioabfallbehandlung.

Weitere Themen sind die Aufbereitung und Verwertung von Ersatzbrennstoffen mit Schwerpunkt auf den Einsatz in der Zementindustrie, die Solarenergieund die Windenergie.

Die einzelnen Bände oder die komplette Reihe können hier bezogen werden.

Wachsende Nachfrage nach Kraftwerken für Energie aus organischen Abfällen

Die Vermarktung von innovativen und modernen Systemen und Technologien zur Umwandlung von organischem Abfall in Energie sorgt für einen neuen Wachstumsschub für die Branche der Grünen Energie weltweit. Kraftwerke für Energie aus organischem Abfall stellen eine optimale Möglichkeit dar, Bioabfälle zu verwerten und dabei Energie zu erzeugen. Viele Landesregierungen bestätigen, dass solche Anlagen eine ideale Lösung sind, um den Klimawandel zu bekämpfen und Unabhängigkeit im Energiebereich zu gewährleisten. Begünstigt durch staatliche Maßnahmen und Förderungen steigt daher die Nachfrage nach Kraftwerken für Energie aus organischem Abfall in der Welt und der Markt wird wettbewerbsfähiger.

Laut einer neuen Studie von Frost & Sullivan wird der Markt für Energie aus organischem Abfall in Europa, dem größten regionalen Ländermarkt im globalen Vergleich, bis 2016 auf 3,6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Der deutsche Markt machte im Jahr 2009 76,8 Prozent vom europäischen Gesamtmarkt aus und erwirtschaftete 998,3 Millionen US-Dollar. Begünstigt durch staatliche Maßnahmen und einen unterstützenden Banksektor, ist der Markt in Deutschland in den letzten zehn Jahren exponentiell angestiegen. Dieselben Maßnahmen werden nun in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Italien eingeführt, und es ist daher zu erwarten, dass diese Märkte in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen werden.

In anderen Gebieten der Welt befindet sich der Markt für Energie aus organischem Abfall jedoch noch in den Kinderschuhen. „In Asien und Nord- und Südamerika bleibt der Markt für Energie aus organischem Abfall aus drei Gründen unterentwickelt,“ erläutert Senior Analyst Nuno Oscar Branco von Frost & Sullivan. „In erster Linie müssen die dortigen Regierungen erst Maßnahmen für Biogas und Grüne Energie einführen; zweitens ist die Menge, Verfügbarkeit, Qualität und das Management des Ausgangsmaterials nicht ausreichend für Investitionen oder langfristiges Wachstum; und zuletzt stellt die hauptsächlich auf Europa und Deutschland konzentrierte Biogasindustrie keine Ressourcen für die Entwicklung dieser Märkte bereit“.

Die Lage verändert sich jedoch in einigen Ländern und Stadtverwaltungen, in denen sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Energie aus organischem Abfall verbessert haben. In den Vereinigten Staaten zum Beispiel hat die Bundesregierung das Programm AgSTAR gestartet, das „den Einsatz von Technologien zur Methanrückgewinnung (Biogas) fördert, (…) um Methanemissionen zu reduzieren bei gleichzeitigem, anderen ökologischem Nutzen“, und in Indien fördert die Regierung von Punjab den Bau von modernen Kraftwerken zur Energiegewinnung aus biologischen Abfällen zur Energieversorgung der Region. „Diese beiden Beispiele machen deutlich, welche Art von Projekten sich voraussichtlich weltweit in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden „, erklärt Nuno Oscar.

Das Marktpotenzial für Biogas, welches in einem Kraftwerk durch anaerobe Verdauung produziert wird, ist sehr groß und das Marktwachstum kann in einigen europäischen Ländern, wie Italien oder der Tschechischen Republik, in Ländern Nord- und Südamerikas, wie Brasilien, USA, Kanada, und in Ländern der Asien-Pazifik-Region, wie Indien und Australien exponentiell sein. Unternehmen, die in diesem Sektor agieren oder in ihn investieren, sollten das Risiko, das zu erwartende Nachfragewachstum in diesen Ländern zu verpassen, abwägen und an Plänen für eine internationale Expansion und Investitionen arbeiten.

Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050

Eine neue Studie des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) zeigt, wie sich bis zum Jahr 2050 eine zuverlässige, kostengünstige und robuste Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt. Der Sprecher des FVEE, Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, hat diese heute Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen überreicht. Röttgen: „Wenn wir unsere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien erreichen wollen, dürfen wir an Zukunftsinvestitionen nicht sparen. Wir müssen die Forschung verstärken und die Netze ausbauen. Die Studie belegt, wie sich diese Investitions- und Entwicklungskosten langfristig lohnen, weil die Energieträger günstiger werden.“ Die Ergebnisse werden in die Arbeiten zum Energiekonzept der Bundesregierung einfließen.

Mit der Studie zeigen die Wissenschaftler, dass mit den entsprechenden Forschungsanstrengungen und den fördernden politischen Rahmenbedingungen eine Vollversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien bis Mitte des Jahrhunderts möglich ist. Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen.

 

Weitere Ergebnisse der Studie 

Bei der vernetzten Betrachtung aller wichtigen Elemente des nachhaltigen Energiesystems, von der Bereitstellung über den Transport und die Verteilung bis zur Energiedienstleistung, lässt sich die Energieeffizienz erheblich erhöhen. Die gesamte Palette der Erneuerbaren hat ein Potenzial, das um ein Vielfaches höher ist als der durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung deutlich gesenkte Gesamtenergiebedarf. Die Vielfalt der Erneuerbaren in Verbindung mit Speichertechnologien gewährleistet dabei, dass die Versorgung jederzeit sichergestellt werden kann. Dazu muss auch der Stromverbrauch über intelligente Stromnetze (smart grids) stärker an das jeweilige Angebot von Wind und Sonne angepasst werden.

Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespeichert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.