Schlagwort-Archiv: biogas

Beschäftigung im Biogassektor gestiegen

Laut einem Bericht des Bundesministeriums für Umwelt stieg die Zahl der Beschäftigten im Bereich Biogas (Wartung, Betrieb, Bereitstellung) im Jahr 2011 von 15.500 auf 50.600 Personen an und liegt somit auf dem dritten Platz hinter den Wirtschaftsbereichen Photovoltaik (110.900) und Windenergie.

Alleine im letzten Jahr gingen 1300 Biogasanlagen ans deutsche Netz, was die Kapazität auf derzeit landesweit 7215 Anlagen erhöht und viele neue Arbeitsplätze schafft.

Quelle: BMU

Biogas Monitoringbericht 2012

Die Bundesnetzagentur führte in ihrem Mitte Juni veröffentlichten Biogas-Monitoringbericht 2012 eine Steigerung der Biogaseinspeisung in das Gasnetz um 54% im Vergleich zum Vorjahr auf.

Trotz der hohen Wachstumsrate werden, bezogen auf das Mengenziel, für das Jahr 2012 (6 Mrd. m³) erst 4,6% erreicht.
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur hatte hierfür folgende Erklärung parat: „Eine Ursache für diese niedrige Quote sind die mit fossilem Erdgas vergleichbar hohen Produktionskosten von circa 5,7 Cent/kWh. Die alleinige Betrachtung der Herstellungskosten von Biogas im Vergleich zu fossilem Erdgas ist jedoch nicht zielführend.
Der Biogaserzeugungsprozess ist in jeder Wertschöpfungsstufe – Rohstoffbevorratung, Fermentation, Aufbereitung, Endproduktspeicherung und Verkauf – steuerbar und damit innerhalb der regenerativen Energien einzigartig.
Beim politisch gewollten weiteren Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen kann Biogas einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Angebotsstruktur der Nachfrage anzupassen. Besonderes Potential bietet Biogas seit 2011 auch durch die regulatorische Gleichstellung von Power to Gas, also Wasserstoff aus Elektrolyse und synthetischem Methan aus überwiegend erneuerbar hergestelltem Strom und CO2, mit Biogas.“

 

Fachverband Biogas beklagt das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Energetisch genutzte Gülle unterliegt jetzt Abfallrecht

Durch das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) wird künftig Gülle, die energetisch in Biogasanlagen genutzt werden soll, zusätzlich zum Veterinär- und Düngerecht auch dem Abfallrecht unterliegen, beklagt sich der Fachverband Biogas.

Mit der Verabschiedung dieser sachlich nicht nachvollziehbaren und auch vom Europäischen Biogasverband (EBA) stark kritisierten Regelung, hat Deutschland dem Druck der Europäischen Kommission nachgegeben. Brüssel hatte eine ursprünglich von Deutschland zur Notifizierung vorgelegte Ausnahme von Wirtschaftsdüngern zur Verwendung in Biogasanlagen aus dem Abfallrecht abgelehnt. „Es bleibt sachlich nicht nachvollziehbar, warum die Europäische Kommission, die von Deutschland vorgeschlagene Ausnahme so kategorisch ablehnt“, betont der Geschäftsfu¨hrer des Fachverbandes Biogas e.V., Dr. Claudius da Costa Gomez. Denn Gülle, die unvergoren in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt wird, unterliegt weiterhin nicht dem Abfallrecht. Der gleiche Status sollte auch fu¨r diejenige Gülle gelten, die zuvor zusätzlich energetisch in Biogasanlagen genutzt wird.

erschienen am: 2011-11-02 im europaticker

Praktikertag der ARGE Kompost & Biogas

Die Entwicklung neuer Technologien durch innovative Partnerschaften zwischen Anlagenbetrieb und Anlagentechnik, ermöglichte den bisherigen Fortschritt in den Bereichen Kompostierung & Vergärung. Um dieses Netzwerk weiter auszubauen, veranstaltet die ARGE Kompost & Biogas am 23.September 2011 den 2. Internationalen Kompost Praktikertag in Salzburg.

Ob mobile Maschinen zur Zerkleinerung von Biomasse, neuester Techniken in den Bereichen Umsetzen, Sieben, Messen, Manipulieren und Transportieren werden einem internationalen Publikum von den führenden Anbietern vorgestellt.

Ihr Nutzen auf einen Blick:

  • Maschine/Geräte werden im Praxisbetrieb vorgestellt
  • Pflege bestehender Kontakte
  • Knüpfen von neuen Branchenkontakten

Mehr Informationen erhalten Sie

 

Der Bundesrat fordert eine geringere Vergütung für große Biomasseanlagen

Das vorliegende Gesetz der Bundesregierung begünstigt nach Ansicht des Bundesrates die Förderung großer Biogasanlagen und großer Strukturen. Gleichzeitig bleiben den landwirtschaftlichen Anlagen nicht genügend wirtschaftliche Grundlagen für Neuinvestitionen. Weiterhin ist der Bundesrat der Auffassung, dass die Nachteile großer Biogasanlagen sowie die Vorteile regionaler Wertschöpfung nicht berücksichtigt wurden.

Der Bundesrat schlägt daher eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bei der Vergütung für kleinere Biogasanlagen vor, ohne die Grundstrukturen des EEG zu verändern. Dadurch sollen Träger einer dezentralen Energieversorgung und Investoren beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien Planungssicherheit erhalten.

Dezentrale, durch landwirtschaftliche Unternehmen getragene Biogasanlagen sind laut Bundesrat die Basis für ein dezentrales Wärmeversorgungsnetz und können zudem mit der im Unternehmen anfallenden Biomasse (Gülle, Mist, Futterreste und Anteile an Mais sowie Getreide) betrieben werden. Für Anlagen derLeistungsklasse bis 150 kW sieht der Bundesrat deshalb eine Erhöhung der Grundvergütung für Strom von 14,3 Cent/kWh auf 16,3 Cent/kWh vor. Gleichzeitig soll die Obergrenze der dritten Leistungsstufe von 5 Megawatt auf 2 Megawatt abgesenkt und die Zusatzvergütung in der Einsatzvergütungsklasse II für Anlagen bis 500 kW von 8 Cent/kWh auf 9 Cent/kWh erhöht werden.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Gesetz zur Neuregelung des Rechtsrahmens für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Empfehlungen des Bundesrates zum Gesetz
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Berliner Energiekonferenz am 4. und 5. Mai

Die Berliner Energiekonferenz befasst sich mit Themen aus dem Gebiet der Erneuerbaren Energien. Schwerpunkte werden sowohl die stoffliche und energetische Verwertung von Biomasse als auch die Vergärung und Biogaserzeugung sein.

Am 4. Mai werden die Themen Stromnetze, Strategien und Konzepte sowie Wirtschaft und Recht behandelt. Am 5. Mai liegt der Schwerpunkt auf der Biomasse mit einer stofflichen und energetischen Nutzung, dem

Biogas, Ersatzbrennstoffen sowie Netze, Speicher und Windenergie. Die Themen am zweiten Tag finden in Parallelsitzungen statt.

Die Konferenz bewegt sich in der aktuellen Diskussion um die Reduzierung von Treibhausgasen, den Ausbau der erneuerbaren Energien und den damit verbundenen strukturellen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Programm und Anmeldung

Internat. Kongress: Fortschritte bei Biogas II

Vom 30. März bis zum 1. April 2011 findet in Stuttgart ein internationaler Kongress zum Thema „Biogasproduktion von der landwirtschaftlichen Biomasse zum organischen Rückstand“ statt. Dabei werden die Entwicklungen beim Ausbau der Biogasproduktion weltweit genauer betrachtet. Personen der verschiedensten Bereiche (Praktiker, Ingenieure, Wissenschaftler und Politiker) werden zu den einzelnen Prozessschritten Vorträge halten und Meinungen austauschen.
Begleitet wird der Kongress durch eine Ausstellung und jeweils eine landwirtschaftliche und wissenschaftliche Exkursion.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Programmübersicht
www.progress-in-biogas.com

Der Europäische Biogasverband gründet einen Firmenbeirat

Am 12. Januar, einen Tag nach der Generalversammlung, hat der Europäische Biogasverband (EBA) in Nürnberg einen Firmenbeirat ins Leben gerufen. Mehr als 30 Firmen aus verschiedenen Ländern haben sich an der Gründung beteiligt. Auf diese Weise sollen die Interessen biogasproduzierender Gewerbe und der Industrie vermehrt in die Politik einfließen und das Informationswesen verbessert werden.

Nachdem fast alle nationalen Biogasverbände Mitglieder des EBA sind, ist eine Kooperation mit Firmenvertretern, Anlagenherstellern, Gasaufbereitern, Zulieferfirmen sowie Substratlieferanten nach Ansicht des EBA der nächste stimmige Schritt gewesen.

Hauptthema der Gründungsversammlung war die zukünftige Entwicklung des Biogases in Europa und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Für den Firmenbeirat ist eindeutig klar, dass die Ziele der EU für erneuerbare Energien bis 2020 nicht ohne den Beitrag des Biogases zu erreichen sind. Daher möchte der Beirat die EU-Politik bei den Zielen mit Fachwissen unterstützen. Mit einem neuen Büro im Haus der Energien in Brüssel ist der Beirat den Behörden nah, kann sich somit an aktuellen Diskussionen beteiligen und zu politischen Entscheidungen mit dem Thema Biogas beitragen.

Ferner sollen mit dem Beirat auch die Anliegen der Industrie beim Europäischen Parlament und der Kommission unterstützt werden. Probleme im Informationsfluss zu Themen bei politischen und geschäftlichen Entwicklungen in den Mitgliedsländern sollen so verbessert werden. Die Informationsdefizite und Hindernisse verschiedener Art werden mit dem neuen Projekt BiogasIN zukünftig angegangen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland erneut gestiegen

Im Jahr 2010 ist die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland um ca. 1000 Neuanlagen auf insgesamt 6000 gestiegen. Die Anlagenanzahl konnte seit 1992 bisher um das 40fache gesteigert werden. Im letzten Jahr konnten daher schätzungsweise 4,3 Mio. Haushalte mit etwa 15 Mrd. Kilowattstunden Strom versorgt werden. Dabei wurden annähernd 4,7 Mrd. € erwirtschaftet.

Der Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., Josef Pellmeyer, sieht die Gründe für die rasante Entwicklung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Seit April 2000 ist das Gesetz in Kraft und gibt den Betreibern entsprechende Planungssicherheit. Durch die Diskussion um eine vorzeitige Novellierung des Gesetzes, die sowieso schon um ein Jahr vorverlegt wurde, entsteht laut Josef Pellmeyer eine Verunsicherung bei den Anlagenbetreibern.

Hinzu kommt eine Diskussion über den Sinn des NawaRo-Bonus (Zusatzvergütung für Strom aus NawaRo-Produkten). Nach Ansicht des Präsidenten ist der NawaRo-Bonus, so wie er zur Zeit ist, gut. Stattdessen sollte der Gülle-Bonus angepasst werden. Die in den Medien genannten Probleme, Ausweitung des Energiepflanzenanbaus und eine stetig wachsende Zahl Biogasanlagen, tritt laut Josef Pellmeyer nur in Gebieten mit viel Viehhaltung und damit verbundener Gülleproduktion auf. Bisher ist der Gülle-Bonus an den NawaRo-Bonus gekoppelt. Aus diesem Grund werden zur Zeit in Gebieten mit viel Viehhaltung übermäßig viele Energiepflanzen angebaut und Biogasanlagen in Betrieb genommen. Durch eine Entkopplung vom NawaRo-Bonus, so ist Josef Pellmeyer überzeugt, würde den Problemen entgegengewirkt. Hinzu kommt eine Mindestschwelle für den Gülle-Bonus. Erst wenn der Input zu 30 Massenprozent aus Gülle besteht, wird der Bonus gewährt. Mit einer Abschaffung der Mindestschwelle und einer Miteinbeziehung von Abfall-Biogasanlagen würden zusätzliche Ursachen eliminiert werden.

Bei einer Kombination von Gülle, Energiepflanzen und Reststoffen sieht der Verband eine mögliche Leistungssteigerung der jetzigen Anlagen bis zum Jahr 2020 um das Dreifache voraus, besonders da Gülle bislang nur zu einem Fünftel in Biogasanlagen gelangt. Eine Lebensmittelverknappung wäre nach dessen Ansicht nicht gegeben. In Zukunft würde auch der Mais durch andere Energiepflanzen, je nach Standortbedingungen, ergänzt bzw. ersetzt. Zu nennen sind die Zuckerrübe, die Durchwachsene Silphie und in Erprobung befindliche Energiepflanzen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Fachverband Biogas e.V.
Biogas Branchenkennzahlen 2010
Positionspapier zur EEG Novelle 2011/2012

Biogasjahrestagung und Fachmesse

Auf der 20. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas e.V. vom 11. bis zum 13.01.2011 in Nürnberg werden zahlreiche Vorträge von Experten zu den unterschiedlichsten Fragestellungen und aktuellen Ergebnissen gehalten. Als Themen sind dabei u.a. vorgesehen: Mikrogasnetze und GaseinspeisungGenehmigungSicherheit und Optimierung von Biogasanlagen sowie Alternativen zum Maisanbau. Hinzu kommen zwölf dreistündige Workshops, die Themen wie Potenziale von ExportmärktenBrandschutz bei der Biogaserzeugung oder Trends bei der Biomasselogistik behandeln. Weiterhin werden halbtägige Parallelveranstaltungen mit den Schwerpunkten „Biogas für Neueinsteiger“ und „Biogas für Kommunen“ angeboten. Im Anschluss an die Tagung besteht die Möglichkeit, am Folgetag an drei großen Lehrfahrten zu ausgewählten Biogasanlagen in der Umgebung teilzunehmen.

Neben der Tagung findet zusätzlich eine BIOGAS-Fachmesse statt. Teilnehmern der Tagung steht ein Besuch der Messe offen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.