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Stickstofflimitation in Binnengewässern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startet das Verbundforschungsprojekt NITROLIMIT, in dem die Stickstofflimitation in Binnengewässern untersucht wird. Neben Phosphor ist Stickstoff ein weiter Nährstoff, der das Algenwachstum fördern kann.

Durch eine hohe Nährstoffbelastung in vielen Gewässern entsteht starkes Algenwachstum, wodurch die Gewässergüte sinkt. Die schon stattfindende Limitation von Phosphoreinträgen hat viele Gewässer in einen besseren Zustand versetzt. Bei weniger Phosphor stehen den Algen weniger Nährstoffe zur Verfügung und deren Wachstum somit beschränkt. Bei einigen Gewässern trat dagegen keine Verbesserung ein. Neben Phosphor ist Stickstoff ein weiteres algenförderndes Mittel. Daher ist das Forschungsprojekt auf die Untersuchung von Möglichkeiten ausgelegt, das Algenwachstum über eine Stickstofflimitation zu beeinflussen und die Gewässergüte auch in den übrigen Gewässern zu verbessern.

Der erste Schritt wird die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit und des ökologischen Nutzens einer Stickstofflimitation sein. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf:

  • Ermittlung des Einflusses von Stickstoff auf die Algenbiomasse und die Gewässergüte,
  • Quantifizierung von Stickstoffeinträgen, ihrer gewässerinternen Umsetzung und Austräge,
  • Abschätzung der zukünftigen Entwicklung der Gewässergüte bei verminderten Stickstoffkonzentrationen für verschiedene Klimaszenarien und
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Verringerung der Stickstoffeinträge und Analyse der Kosten der jeweiligen Maßnahmen.

NITROLIMIT steht während der gesamten Forschungsarbeit mit öffentlichen und wirtschaftlichen Maßnahmenträgern in Kontakt. Geleitet wird das Projekt von der BTU Cottbus in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB), dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), der Technischen Universität Berlin und der Technischen Universität.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
NITROLIMIT

Laubhaltiges, belastetes Straßenwischgut wird recycelt

Wie durch spezielle Aufbereitung aus schadstoffbelastetem Straßenwischgut wieder verwertbare Fraktionen werden


Straßenwischgut 
ist durch den Verkehr mit Schwermetallen belastet. Daher ist es nicht möglich, organische Bestandteile ohne Weiteres der Kompostierung zuzuführen. In der Aufbereitungsanlage der ARGE Astra Volketswil in der Schweiz werden besonders die organischen Abfälle mit einer speziellen Technologie gereinigt, wodurch sie einer weiterführenden Verwertung zugeführt werden können.

Das Straßenwischgut besteht aber nicht nur aus organischen Abfällen, sondern auch.- in wechselnden Anteilen.- u.a. aus Wasser, Mineralien, brennbaren Materialien und Metallen. Durch das Aufbereitungsverfahren können diese Materialien zum größten Teil von Schadstoffen befreit und der separaten Wiederverwertung zugeführt werden. Zur Reinigung des Ausgangsmaterials wird ein nassmechanisches Waschverfahren angewendet, wobei die physikalische Dichtetrennung als Basis dient.

Die angelieferten Abfälle werden in der Anlage getrennt. Dadurch können Kiese und Sande der Wiederverwertung in der Bauindustrie sowie organische Abfälle der Kompostierung zugeführt werden. Das erzeugte Schmutzwasser wird geklärt und anschließend im Waschprozess wieder eingesetzt. Übrig bleibt ein aufkonzentrierter Restmüll mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen, welche einer Deponie zugeführt werden. Da besonders im Herbst organische Bestandteile in Form von Laub und Ästen im Abfall enthalten sind und die Anlage besonders für derartige Anfälle geeignet ist, können größere Mengen der Kompostierung zugeführt werden, wenn die Anforderungen an Komposte einhalten werden.

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