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Der Bundesrat fordert eine geringere Vergütung für große Biomasseanlagen

Das vorliegende Gesetz der Bundesregierung begünstigt nach Ansicht des Bundesrates die Förderung großer Biogasanlagen und großer Strukturen. Gleichzeitig bleiben den landwirtschaftlichen Anlagen nicht genügend wirtschaftliche Grundlagen für Neuinvestitionen. Weiterhin ist der Bundesrat der Auffassung, dass die Nachteile großer Biogasanlagen sowie die Vorteile regionaler Wertschöpfung nicht berücksichtigt wurden.

Der Bundesrat schlägt daher eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bei der Vergütung für kleinere Biogasanlagen vor, ohne die Grundstrukturen des EEG zu verändern. Dadurch sollen Träger einer dezentralen Energieversorgung und Investoren beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien Planungssicherheit erhalten.

Dezentrale, durch landwirtschaftliche Unternehmen getragene Biogasanlagen sind laut Bundesrat die Basis für ein dezentrales Wärmeversorgungsnetz und können zudem mit der im Unternehmen anfallenden Biomasse (Gülle, Mist, Futterreste und Anteile an Mais sowie Getreide) betrieben werden. Für Anlagen derLeistungsklasse bis 150 kW sieht der Bundesrat deshalb eine Erhöhung der Grundvergütung für Strom von 14,3 Cent/kWh auf 16,3 Cent/kWh vor. Gleichzeitig soll die Obergrenze der dritten Leistungsstufe von 5 Megawatt auf 2 Megawatt abgesenkt und die Zusatzvergütung in der Einsatzvergütungsklasse II für Anlagen bis 500 kW von 8 Cent/kWh auf 9 Cent/kWh erhöht werden.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Gesetz zur Neuregelung des Rechtsrahmens für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Empfehlungen des Bundesrates zum Gesetz
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)