Pilotprojekt erfolgreich

Bioabfalltüten gehören nicht in den Biomüll (wir berichteten). Nun steht uns eine neue Studie zur Verfügung, in der sich die Berliner Stadtreinigung mit einem namhaften, weltweit führenden deutschen Chemieunternehmen zusammengeschlossen hat, um ein Markenprodukt des Unternehmens und dessen Auswirkung auf die Müllsortierung zu testen.

Laut Studie waren insgesamt 21.000 Berliner Haushalte an dem Projekt beteiligt. 80 % aller Teilnehmer zeigten sich mit den Tüten aufgrund hygienischer Bedingungen, verminderter Geruchsbildung und zurückgehenden Ungezieferbefall zufrieden.

Die Fehlwurfquoten sanken während der Testphase in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Hellersdorf erheblich und die Menge an gesammelten Bioabfall stieg in einem Quartal um 10 % an, während im Vergleichszeitraum die Mengen an Biomüll in anderen Stadtteilen um 20 % sanken.

Selbst die Abbaubarkeit der Beutel während der Kompostierung stellte laut Studie kein Problem dar. Alle Beutel seien noch während der Kompostierzeit im Kompostwerk abgebaut worden, ohne die Qualität des Kompostes zu beeinträchtigen.

Die Zersetzung der Müllbeutel aus einem besonderen Gemisch findet laut Hersteller mit Hilfe von Mikroorganismen statt, die das Produkt zu Kohlendioxid, Wasser und Biomasse umsetzen.

Das Projekt erwies sich laut der Berliner Stadtreinigung und dem Chemieunternehmen als Erfolg.

Noch kann aber kein generelles grünes Licht bezüglich der Entsorgung von Biomülltüten zusammen mit Bioabfall gegeben werden, da sich noch zu viele Produkte auf dem Markt befinden, die nur schwer abbaubar sind und meist sehr lange Zeit dazu benötigen. Eine bessere und kostengünstigere Alternative stellen immer noch Papiertüten oder normales Zeitungspapier dar.

Quelle: http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-12-179,

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