Es geht nicht ohne!

Bioenergie besitzt einerseits den guten Ruf, billig, umweltfreundlich und damit ressourcenschonend zu sein, andererseits wird sie als die Ursache für den Hunger in der Welt gesehen und ist daher aus humanen Gründen, wenn es um die Alternative zum Erdöl geht, nicht zu verantworten. Essen auf den Teller und nicht in den Tank, so lauten die Hilfeschreie der besorgten Bevölkerung.

Stephan Kohler, Vorsitzender der Deutschen Energie-Argentur, erhebt schwere Vorwürfe gegen Meinungsmache auf Talkshow-Niveau, welche die Bioenergie mit allen Mitteln verteufelt, da zu ihrer Erzeugung Nahrungsmittel „verschwendet“ werden würden, die in der Dritten Welt fehlten.

Die Ursachen für den Welthunger liegen laut Kohler nicht im „Verfeuern“ von Lebensmitteln oder ihren Grundprodukten, sondern sind eher in den Ursachen: „Bürgerkrieg, Armut und Klimawandel“ begründet.

Die Industrienationen erwirtschaften jährlich große Überschüsse an Nahrungsmitteln, die unter anderem anschließend in die Entwicklungs- und Schwellenländer exportiert werden, was zu einem Verfall der Landwirtschaft in diesen Gebieten beiträgt und ein Hungerproblem somit noch verstärkt.

Diese Behauptung wird von Dr. Gerd Müller, dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gestützt. Er fordert nachhaltige Investitionen in die Landwirtschaft, Wissenstransfer und Forschung, um gegen Hungersnöte vorzugehen.

Alleine die Tatsache, dass in den reichen Ländern dieser Erde genug Nahrungsmittel weggeworfen werden, die eine bessere Verwendung finden könnten als im Verbrennungsofen verascht zu werden, rückt Bioenergie in ein positives, konkurrenzfreies Licht, auf das wir in Zeiten versiegender Öllagerstätten, neben Wind und Solarenergie, bauen müssen.

Quelle: http://www.dena.de/presse-medien/pressemitteilungen/teller-und-tank-sind-nicht-nur- moeglich-sondern-auch-notwendig.html

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