Diskussion um Studie der ITAD zum Thema Müllverbrennung

Zum Thema der Vor- und Nachteile von Kompostierung im Gegensatz zur Müllverbrennung ist neuerdings ein heißer Streit entbrannt.
Ausgangspunkt der Diskussion ist das Ergebnis einer Studie, die von der Interessengemeinschaft der thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) beauftragt wurde.

Der Studie zufolge ist die Verbrennung von Bioabfall insgesamt besser für das Klima (im Vergleich zur Kompostierung), da bei der Verbrennung weniger Treibhausgase freigesetzt werden.
Wenig berücksichtigt werden bei dieser Studie jedoch die Vorteile der Kompostierung in Bezug auf den Ressourcenschutz.
Dieser liegt klar auf der Hand. Durch die Aufbringung des Kompostes werden den Böden wieder Nährstoffe zugeführt, die ihnen durch die landwirtschaftliche Nutzung zuvor entzogen wurden. Speziell Elemente wie Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die für das Pflanzenwachstum unerlässlich sind, werden dabei wieder in das System eingebracht. Die Ausbringung von synthetisch hergestelltem NKP-Dünger wird dadurch reduziert oder sogar überflüssig.
Zusätzlich verringert die Düngung mit Komposten die Auswaschung von Nährstoffen in das Grundwasser, da die im Kompost enthaltenen Nährstoffe über einen längeren Zeitraum abgegeben werden.

Insgesamt muss man die Vorteile der Kompostierung im Gesamten betrachten und auch weiterführende Aspekte miteinbeziehen. Eine einseitige Betrachtung nur in Bezug auf Treibhausgasemissionen ist demnach nicht zu empfehlen.

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