Asiatischer Laubholzbockkäfer: Informationsblatt

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) ist ein aus Asien eingeschleppter Baumschädling, der sich in Deutschland bereits an einigen Standorten ausgebreitet hat.
Um die unkontrollierte Ausbreitung dieser Art zu verhindern besteht eine Meldepflicht!

Folgende Symptome können auf einen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer hindeuten:
• Rindenverletzungen mit evtl. Saftfluss,
• grobe Bohrspäne am Stammfuß oder in den Astgabeln,
• große ovale Larvengänge im Holz,
• kreisrunde Ausbohrlöcher von ca. 12 mm Durchmesser.

Aktuelle Maßnahmen zur Bekämpfung:

• Besteht ein Verdacht auf den Befall mit dem Schädling (z.B. nach eine Meldung eines Bürgers) wird die Stelle von Experten untersucht.
• Bestätigt sich der Verdacht, wird um die befallene Stelle eine Quarantänezone eingerichtet.
• Die Quarantänezone wird in einem Radius von min. 2 km um das Befallsgebiet festgelegt.
• Bei Befall hilft nur die Vernichtung der Bäume.
• Das gefällte Holz muss vor Ort gehäckselt und verbrannt werden.
• Diese Maßnahmen werden überwacht und eine Ausfuhr von Pflanzenmaterial aus
Quarantänezonen ist nicht gestattet.
• Momentane Quarantänezonen in Bayern befinden sich im Neukirchen am Inn (Landkreis
Passau) und Feldkirchen (Landkreis München).
• Auf EU-Ebene gibt es bislang noch keine abgestimmte Notmaßnahme, die ggf. Details zu
Bekämpfungsmaßnahmen regeln würden. Die Bekämpfung findet bislang auf Grundlagen der
Erfahrungen in anderen Ländern statt.

Bewertung der Gefahr für die Kompostierung:

• Auf Grund der Tatsache, dass das Pflanzenmaterial aus befallenen Gebieten nicht in Umlauf
gebracht werden darf, sollte auch keine Kompostanlage befallenes Material angeliefert
bekommen.
• Sollte befallenes Pflanzenmaterial doch angeliefert werden (z.B wenn ein Befall nicht erkannt
wurde) ist die Überlebenschance für den Käfer jedoch gering. Das Häckseln des Holzes sollte
die meisten Larven töten bzw. eine kontrollierte Rotte mit den geforderten Temperature
(min. 2 Wochen bei 55°C) tötet die Käferlarven in jedem Fall.
• Die kritischste Phase, in der die Käfer sich eventuell verbreiten könnten, wäre die Phase bevor
das Material gehäckselt wird. Während dieser Zeit könnte sich der Käfer evtl. entwickeln und
wegfliegen.
• Sollte sich eine Kompostanlage in der Nähe einer Quarantänezone befinden, empfehlen wir
das ankommende Material schnellstmöglich zu häckseln und zur Kompostierung aufzusetzen.

FBK Info zu LaubholzbockkäferNach intensiver Recherche kommt die FBK e.V. zu dem Schluss, dass bei sachgemäßer Kontrolle des Befalls durch die Behörden und der Vernichtung des Pflanzenmaterials innerhalb der
Quarantänezone, die Gefahr, dass befallenes Material zu einer Kompostanlage gelangt und der Käfer sich von dort aus verbreitet, gering ist.

Hier können Sie das FBK-Merkblatt zum Laubholzbockkäfer downloaden.

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