Archiv für den Monat: August 2014

Auffrischung wichtiger Themen zur Kompostierung

Auf Grund der Wichtigkeit und zur Auffrischung des Kenntnisstandes wollen wir Sie zum Thema Bioabfälle und deren Behandlung und Verarbeitung informieren.

Begriff Bioabfälle aus der aktuellen Bioabfallverordnung (BioAbfV §2 Absatz 1):
Bioabfälle sind:
Abfälle tierischer oder pflanzlicher Herkunft oder aus Pilzmaterialien zur Verwertung, die durch Mikroorganismen, bodenbürtige Lebewesen oder Enzyme abgebaut werden können, einschließlich Abfälle zur Verwertung mit hohem organischen Anteil tierischer oder pflanzlicher Herkunft oder an Pilzmaterialien.“

 Bioabfälle sind nicht:
– „Bodenmaterial ohne wesentliche Anteile an Bioabfällen“,
– „Pflanzenreste, die auf forst- oder landwirtschaftlich genutzten Flächen anfallen und auf         diesen Flächen verbleiben.“

Eine vollständige Liste an Bioabfällen finden Sie zusätzlich im Anhang der Bioabfallverordung (BioAbfV Anhang 1).

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz stellt Ihnen dafür die BioAbfV im Internet zur Verfügung: http://www.gesetze-im-internet.de/bioabfv/

Hygienisierung des Kompostes:
Der Gesetzgeber schreibt vor (BioAbfV § 3 Absatz 1) :„Entsorgungsträger, Erzeuger und Besitzer haben […] Bioabfälle vor der Aufbringung oder der Herstellung von Gemischen einer hygienisierenden Behandlung zuzuführen, welche die seuchen- und phytohygienische Unbedenklichkeit gewährleistet.“

Zur Sicherstellung der hygienischen Unbedenklichkeit führen Sie die kontinuierliche Temperaturüberwachung mittels Logger und Sonden durch.

Untersuchung der Kompostparameter:
Zusätzlich zur kontinuierlichen Temperaturüberwachung ist auch die Überwachung der physikalischen und biologischen Kompostparameter wie Schwermetalle und organische Inhaltsstoffe von absoluter Wichtigkeit, um eine Aussage über die Güte des Kompostes machen zu können.

Laut BioAbfV ist der Bioabfallbehandler verpflichtet […]“Untersuchungen der behandelten Bioabfälle durchführen zu lassen auf:
1. Gehalte der Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink.
2. den pH-Wert, Salzgehalt, Gehalt organischer Substanz, Trockenrückstand und den Anteil an    Fremdstoffen und Steinen.“

Informationen und Artikel vom Bayrisches Landesamt für Umweltschutz

Auch das Bayrische Landesamt für Umwelt bietet auf seiner Internetseite einige Informationen und interessante Artikel rund um das Thema Kompost. Um darauf zuzugreifen besuchen Sie die Seite
http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/index.htm
und geben Sie im Suchfenster (oben rechts) den Begriff „Kompost“ ein.

Viel Spaß beim Lesen!

Hausmüll in Bayern – Abfallwirtschaftskonzepte 2013 bis 2017

Das Bayrische Landesamt für Umwelt stellt im Internet die aktuelle Veröffentlichung „Hausmüll in Bayern – Abfallwirtschaftskonzepte 2013 bis 2017“ als pdf-Datei zum kostenlosen Download bereit.

Zu finden unter:
http://www.bestellen.bayern.de/application/stmug_app000026?SID=1689825783&ACTIONxSETVAL(artdtl.htm,APGxNODENR:,AARTxNR:lfu_abfall_00205,AKATxNAME:StMUG,USERxARTIKEL:suchergebnisse.htm,USERxPORTAL:FALSE)=Z

Internationale Konferenz zu Fortschritten bezüglich Biogas

Im September 2014 ist es wieder soweit. Zum dritten Mal treffen sich internationale Biogasexperten auf der PIB III (Progress in Biogas III) in Stuttgart. Dabei werden Neuerungen und Aktuelles rund um das Thema Biogas präsentiert und diskutiert.
Parallel zur Konferenz findet zusätzlich eine Fachmesse statt auf der Firmen ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen einem internationalen Fachpublikum präsentieren.

Nähere Informationen zu Themen und zum Programm der Konferenz sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Internet auf :

http://www.progress-in-biogas.com/de.html

Fachtagung „Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz“ in Duisburg

Am 29. 09.2014 findet in Duisburg am Bildungszentrum für Ver- und Entsorgungswirtschaft eine Fachtagung statt zum Thema „Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz – die Optimierung der flächendeckenden Bioabfallsammlung“ statt. Da ab 01.01.2015 die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gemäß §11 Abs.1 KrWG verpflichtet sind alle diejenigen Bioabfälle, die einer Überlassungspflicht nach § 17 Abs.1 KrWG unterliegen getrennt zu sammeln, bietet sich auf dieser Fachtagung die Möglichkeit sich über die Umsetzung, und die abfallrechtlichen Rahmenbedingungen ausführlich zu informieren und Probleme zu diskutieren.

Nähere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Internet auf:
http://www.bew.de/nocache/bildungsangebote/thema/36/produkt/518-neue-kreislaufwirtschaftsgesetz-optimierung-fl-chendeckenden-bioabfallsammlung.html#tab1

75. Symposium des ANS e.V.

Am 01. und 02. Oktober 2014 findet an der FU Berlin das 75. Symposium des ANS e.V (Arbeitskreis für die Nutzbarmachung von Siedlungsabfällen) zum Thema „ Abfall – Biomasse und Energiewende – Bewährtes, Neues und Visionen“ statt .

Direkte Links zur Einsicht des Tagungsprogramms und zur Anmeldung finden sie auf der Internetseite des ANS.e.V unter:
http://www.ans
ev.de/Events/11/75_Symposium_des_ANS_eV__AbfallBiomasse_und_Energiewende__Bewhrtes_Neues_und_Visionen.htm

 

Diskussion um Studie der ITAD zum Thema Müllverbrennung

Zum Thema der Vor- und Nachteile von Kompostierung im Gegensatz zur Müllverbrennung ist neuerdings ein heißer Streit entbrannt.
Ausgangspunkt der Diskussion ist das Ergebnis einer Studie, die von der Interessengemeinschaft der thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) beauftragt wurde.

Der Studie zufolge ist die Verbrennung von Bioabfall insgesamt besser für das Klima (im Vergleich zur Kompostierung), da bei der Verbrennung weniger Treibhausgase freigesetzt werden.
Wenig berücksichtigt werden bei dieser Studie jedoch die Vorteile der Kompostierung in Bezug auf den Ressourcenschutz.
Dieser liegt klar auf der Hand. Durch die Aufbringung des Kompostes werden den Böden wieder Nährstoffe zugeführt, die ihnen durch die landwirtschaftliche Nutzung zuvor entzogen wurden. Speziell Elemente wie Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die für das Pflanzenwachstum unerlässlich sind, werden dabei wieder in das System eingebracht. Die Ausbringung von synthetisch hergestelltem NKP-Dünger wird dadurch reduziert oder sogar überflüssig.
Zusätzlich verringert die Düngung mit Komposten die Auswaschung von Nährstoffen in das Grundwasser, da die im Kompost enthaltenen Nährstoffe über einen längeren Zeitraum abgegeben werden.

Insgesamt muss man die Vorteile der Kompostierung im Gesamten betrachten und auch weiterführende Aspekte miteinbeziehen. Eine einseitige Betrachtung nur in Bezug auf Treibhausgasemissionen ist demnach nicht zu empfehlen.

Getrenntsammlung von Bioabfällen

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN stellt Fragen an die Bundesregierung

Ab dem 1. Januar 2015 dürfen gemäß §11 Absatz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) keine Bioabfälle mehr im Restabfall entsorgt werden. Ziele der Getrenntsammlung sind die Nutzung des organischen Materials zur Energiegewinnung durch Vergärung sowie die Gewinnung von Kompost.

Im Hinblick auf diese neue Gesetzesregelung stellte die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN am 1. Juli 2014 eine sog. „kleine Anfrage“ an die Bundesregierung, in der Fragen zur Umsetzung des Gesetztes formuliert werden.
Die komplette Anfrage finden Sie unter:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/020/1802044.pdf

Die Antworten auf die gestellten Fragen lieferte die Bundesregierung am 28. Juli 2014.
Insgesamt bekräftigte die Bundesregierung, dass sie die Getrenntsammlung und anschließende „hochwertige Verwertung“ von Bioabfällen aus Gründen des Umweltschutzes und der Ressourceneffizienz für „grundsätzlich notwendig“ erachtet.
Die kompletten Antworten auf die gestellten Fragen der Grünen-Fraktion finden Sie unter:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/022/1802214.pdf