Archiv für den Monat: November 2010

Laubhaltiges, belastetes Straßenwischgut wird recycelt

Wie durch spezielle Aufbereitung aus schadstoffbelastetem Straßenwischgut wieder verwertbare Fraktionen werden


Straßenwischgut 
ist durch den Verkehr mit Schwermetallen belastet. Daher ist es nicht möglich, organische Bestandteile ohne Weiteres der Kompostierung zuzuführen. In der Aufbereitungsanlage der ARGE Astra Volketswil in der Schweiz werden besonders die organischen Abfälle mit einer speziellen Technologie gereinigt, wodurch sie einer weiterführenden Verwertung zugeführt werden können.

Das Straßenwischgut besteht aber nicht nur aus organischen Abfällen, sondern auch.- in wechselnden Anteilen.- u.a. aus Wasser, Mineralien, brennbaren Materialien und Metallen. Durch das Aufbereitungsverfahren können diese Materialien zum größten Teil von Schadstoffen befreit und der separaten Wiederverwertung zugeführt werden. Zur Reinigung des Ausgangsmaterials wird ein nassmechanisches Waschverfahren angewendet, wobei die physikalische Dichtetrennung als Basis dient.

Die angelieferten Abfälle werden in der Anlage getrennt. Dadurch können Kiese und Sande der Wiederverwertung in der Bauindustrie sowie organische Abfälle der Kompostierung zugeführt werden. Das erzeugte Schmutzwasser wird geklärt und anschließend im Waschprozess wieder eingesetzt. Übrig bleibt ein aufkonzentrierter Restmüll mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen, welche einer Deponie zugeführt werden. Da besonders im Herbst organische Bestandteile in Form von Laub und Ästen im Abfall enthalten sind und die Anlage besonders für derartige Anfälle geeignet ist, können größere Mengen der Kompostierung zugeführt werden, wenn die Anforderungen an Komposte einhalten werden.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Verleihung des Qualitätszeichens „Kompost“ an die Kompostieranlage Unterföhring

Die Firma Leitner bekam im September das Qualitätszeichen „Kompost“ für die Kompostieranlage in Unterföhring , verliehen. Mit diesem Qualitätszeichen wird die kontinuierliche Einhaltung von hygienischen und physikalischen Parametern sowie die Unterschreitung der Grenzwerte von Schadstoffen durch die Firma Leitner nach den Gütebestimmungen der FBK e.V. bestätigt.

Während der Feier zur Verleihung des Qualitätszeichens am 16. Oktober nahmen Johann und Claudia Leitner das Logo glücklich von Martin und Claudia Florian, die die Fachvereinigung Bayerischer Komposthersteller e.V. vertraten, entgegen. An der Verleihung nahmen ebenso der Bürgermeister von Unterföhring, Franz Schwarz, und seine Ehefrau Cornelia teil. Beide freuten sich über diese Auszeichnung, die für Unterföhring eine große Bereicherung darstellt.

Die Firma Leitner ist ein junges Unternehmen, das im Jahr 2009 gegründet wurde. Der Betrieb verarbeitet Grüngut, Strauch- und Baumschnitt, Gras, Laub, Boden- und Rasensoden sowie alle kompostierbaren Materialien zu den hochwertigen Produkten Humus und Kompost.

Für nähere Informationen besuchen Sie bitte das Firmenprofil.

Landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm soll beendet werden

Klärschlamm, als Rückstand der Abwasserreinigung, weist einen hohen Schadstoffanteil auf. Aus diesem Grund besteht in Bayern das Ziel, Klärschlamm nur noch der thermischen und nicht mehr der landwirtschaftlichen Verwertung zuzuführen.

Im Jahr fallen in Bayern ca. 6 Mio. t Klärschlamm an. Der sogenannte Nassschlamm besitzt einen mittleren Trockenrückstandsgehalt von ca. 5 % und damit ein Wasseranteil von ca. 95 %. Als reine Trockenmasse fallen ca.300.000 t an. Seit den 90er Jahren ist die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm rückläufig, dagegen nahm die thermische Verwertung zu. Weiterhin wird der Klärschlamm für Rekultivierungsmaßnahmen eingesetzt. Wenn eine Verwertung innerhalb Bayerns vorgenommen wird, ist dies meistens eine thermische Behandlung. Außerhalb Bayerns liegt der Schwerpunkt bei einem Einsatz für Rekultivierungsmaßnahmen oder in Kohlekraftwerken.

Da der Klärschlamm eine Vielzahl an Schadstoffen aus Haushalten, dem Gewerbe und der Industrie nach der Abwasserreinigung enthält, würden durch die landwirtschaftliche Verwertung diese Schadstoffe wieder in Umlauf gebracht. Das Risiko besteht, neben den bereits bekannten Toxinen, ebenso in der Ungewissheit, inwieweit die einzelnen Stoffe, insbesondere organische Schadstoffe, eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Indem der Klärschlamm, wie in dem Abfallwirtschaftsplan Bayern und dem Landesentwicklungsprogramm vorgesehen, nun der thermischen Verwertung zugeführt wird, werden dieorganischen Schadstoffe zerstört und Schwermetalle aus dem Kreislauf entfernt. Dadurch werden Verbraucher, Boden und Gewässer geschützt.

In diesem Rahmen übernimmt das Bayerische Landesamt für Umwelt u.a. folgende Aufgaben:

  • Beratung von Kommunen bzgl. Neuausrichtung der Klärschlammentsorgung,
  • Fachliche Stellungnahmen zu Verordnungs- und Gesetzesentwürfen,
  • Begutachtung und Überwachung von thermischen Behandlungsanlagen,
  • Erstellung von Gutachten bei innovativen Behandlungsverfahren,
  • Betreuung bzw. Beurteilung von Forschungsvorhaben (z.B. Phosphorrückgewinnung),
  • Aufbau und Betrieb des Bayerischen Klärschlammnetzes (internetbasiertes EDV-System zur Abwicklung des Lieferscheinverfahrens gemäß Klärschlammverordnung),
  • Erstellung des bayerischen Berichtes zur landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung gemäßKlärschlammverordnung,
  • Erhebung und Auswertung von statistischen Daten (Abfallbilanz).

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Biogas-Schulungen mit Abschlusszertifikat

Dieses Schulungsprogramm richtet sich an Biogasanlagenbetreiber. Es werden fünf verschiedene Module angeboten, wobei die Module M1 bis M4 Zertifikatsmodule darstellen:

1. M0_Einführung,
2. M1_Substratproduktion und -bereitstellung,
3. M2_Prozessbiologie und Analytik,
4. M3_Bau- und Verfahrenstechnik,
5. M4_Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Einführungsschulungen finden von Oktober 2010 bis Februar 2011 an vier Lehreinrichtungen (Landwirtschaftliche Lehranstalten Bayreuth und den Landmaschinenschulen Landsberg am Lech, Landshut-Schönbrunn und Triesdorf) statt. Zweitägige Einführungsschulungen werden in Bayreuth an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten am 23.11. und 24.11.2010 sowie 08.12. und 09.12.2010 angeboten.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:
Flyer
Landwirtschaftliche Lehranstalten Bayreuth
Biogas Forum Bayern