Archiv für den Monat: Oktober 2010

Komposteinsatz spart Geld für Grunddüngung

Verbände der Humus- und Erdenwirtschaft (VHE) veröffentlichen einen Sonderdruck, in dem veranschaulicht wird, wie Landwirte durch den Einsatz von Kompost ihre Kosten senken und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit erhalten können. Ebenso ist eine Versorgung der Pflanzen mit den Nährstoffen Phosphor, Kalium und Magnesium in ausreichender Menge möglich.

Durch den zunehmenden Kostendruck auf die Landwirtschaft wurde manchmal zwangsweise an der Grunddüngung mit Phosphor und Kalium gespart. Nach einiger Zeit entstehen jedoch Mangelerscheinungen, durch die die Erträge und die Qualität der Produkte verringert werden. In langjährigen Versuchen wurde festgestellt, dass Kompostgaben neben Boden verbessernden Eigenschaften auch eine ausreichende Zufuhr von Phosphor und Kalium bedeuten. Gleichzeitig besitzt Kompost genügend Kalk für eineErhaltungskalkung. In günstigen Fällen kann der pH-Wert sogar erhöht werden.

Für Phosphor ist meist eine ausgeglichene Nährstoffbilanz nach einer Kompostdüngung vorhanden. Je nach Abfuhr gilt dies ebenfalls für KaliumMagnesiumwird bei einer Kompostdüngung immer in größeren Mengen zugeführt als die Pflanzen benötigen. Dadurch kann einer Auswaschung von Magnesium aus dem Boden effektiv entgegengewirkt werden.
In den Versuchen wurde der Schwerpunkt der Forschung auf die pflanzenverfügbaren Nährstoffe gelegt und untersucht, wie hoch eine Kompostgabe sein muss, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten und gleichzeitig die Nährstoffgehalte im Boden beizubehalten.

Ferner widmet sich ein Teil des Sonderdrucks der Anrechenbarkeit von Stickstoff und einer nachhaltigen Anwendung von Kompost im Pflanzenbau.

 

Weiterführende Informationen erhalten sie hier.

Europäisches Qualitätszeichen für Kompost

Das Europäische Kompost Netzwerk (European Compost Network ECN) gibt bekannt, dass ein europäisches Qualitätszeichen für Kompost herausgegeben wurde. Dieses Zeichen wurde in Anlehnung an die Qualitätszeichen mehrerer europäischer Länder und aufgrund der Forderung der Europäischen Kommission nach einem Ende des Mülls durch Recycling der Abfälle geschaffen. In einer Arbeitsgruppe wurde daher ein Konzept entwickelt, welches einen Qualitätsstandard für Kompost vorsieht, der für einen grenzüberschreitenden Handel ohne Beschränkungen innerhalb der EU notwendig ist.

Nachdem die Kommission lange diskutiert hat kam sie zu dem Schluss, die Frage der organischen Abfälle per Gesetz zu regeln. Aus diesem Grund wurde das Qualitätszeichen nach Vorbild der Gütesicherung in verschiedenen europäischen Ländern und den Erfahrungen zu diesem Thema erarbeitet. Dabei sollte ein europaweit geltendes Zeichen mit einheitlichem Standard entstehen. Dazu gehören u.a. eine Positivliste organischer Abfälle, gleiche Behandlungsparameterregelmäßige Untersuchungendurch unabhängige Labore, Anwendungsempfehlungen und eine Deklaration. Ferner soll in Zukunft mit dem Qualitätszeichen eine Basis geschaffen werden, mit der Mitgliedsstaaten in der Festlegung eigener Standards unterstützt werden.

Durch das europäische Qualitätszeichen werden Minimumstandards festgelegt, die vor allem den Herstellungsprozess und die Hygiene betreffen. Für die Herstellung von Kompost sieht das ECN vor nur getrennt gesammelten organischen Abfall zuzulassen. Auf diese Weise wird nach Wünschen des ECN der Eintrag von unerwünschten Materialien wie Plastik und Glas weniger sowie geringere Werte bei Schwermetallen, keimfähigen Samen und austriebsfähigen Pflanzenteilen in den Komposten, auch bei Ländern ohne bzw. mit weniger strengen Qualitätsstandards, erreicht.

Alle Hersteller, die das europäische Qualitätszeichen erhalten möchten, müssen folgende Parameter einhalten:

Parameter Beurteilung
Hygieneaspekte Salmonellen 0 in 25 g TS
unerwünschte Inhaltsstoffe Fremdstoffe (Glas, Metall, Kunststoffe) ≤ 0,5 % TS
keimfähige Samen und Pflanzenteile ≤ 2 pro Liter
Schadstoffe

vorsorgeorientierte Grenzwerte¹

Blei (Pb) 130 mg / kg TS
Cadmium (Cd) 1,3 mg / kg TS
Chrom (Cr) 60 mg / kg TS
Kupfer (Cu)² 200 mg / kg TS³
Nickel (Ni) 40 mg / kg TS
Quecksilber (Hg) 0,45 mg / kg TS
Zink (Zn) ² 600 mg / kg TS³
¹Amlinger, F  et al. 2004: Heavy metals and organic compounds in waste used as organic fertilisers.
²Kupfer und Zink werden als essentielle Nährstoffe eingestuft. Werte über 110 mg Cu kg-1 TM und über 400 mg Zn kg-1
TM sind zu deklarieren.
³Diese Werte werden als Orientierungswerte eingestuft.

Ferner gelten folgende Qualitätskriterien der europäischen Gütesicherung zur Charakterisierung von Qualitätskompost:

Parameter Beurteilung
Bodenverbesserung organische Substanz ≥ 15 %, Deklaration
basisch wirksame Stoffe (CaO) Deklaration
Düngung Nährstoffe (N, P, K, Mg) Deklaration
biologische Parameter biologische Aktivität Rottegrad / Sauerstoffverbrauch
Pflanzenverträglichkeit Richtwert nach Keimpflanzentest, Deklaration
Materialeigenschaften Wassergehalt Richtwert für Höchstgehalt, Deklaration
Rohdichte / Volumengewicht Deklaration
Körnung Deklaration
pH-Wert Deklaration
elektrische Leitfähigkeit Deklaration

Die Grenzwerte sind das Resultat eines Vergleiches der Qualitätsstandards verschiedener europäischer Länder mit den vorherrschenden Gegebenheiten bei einer getrennten Sammlung von Biomüll in den jeweiligen Ländern. Anschließend erfolgte eine Beurteilung der Gefährdung von Mensch und Umweltals auch der Anreicherung gefährlicher Stoffe im Boden, welche ebenfalls für die Erstellung der Grenzwerte diente. Die Kontrollen und Überwachungender Einhaltung aller Parameter werden von der jeweiligen nationalen Qualitätssicherungsorganisation (national quality assurance organisation; NQAO) übernommen.

Komposte, die bereits nach nationalen Standards hergestellt und die Kriterien nationaler Qualitätszeichen erfüllen, erhalten ein ECN-QAS Konformitätszeichen. Kompost aus einer Kompostierung ohne nationales Qualitätszeichen, insbesondere in Ländern ohne Gütesicherung, kann das ECN-QAS Qualitätszeichenerhalten, wenn die vorgegebenen Standards erfüllt werden. Über einen international agierenden Qualitätsausschuss kann das Zeichen beantragt werden.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier (in englisch):
Internetseite des Europäischen Kompost Netzwerkes
ECN Info-Papier

Kontakt:
European Compost Network e.V. ECN, Am Landhagen 64a, D-59302 Oelde
Telefon: 0234 / 4349447
Fax: 0234 / 4349448
E-Mail: siebert@compostnetwork.info
Internet: www.compostnetwork.info

4. Biomasse-Forum

Das Forum steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Hier soll am 10. und 11. November in Witzenhausen die Praxis der Verwertung von Biomasse aus Abfällen bei einer Fachtagung im Vordergrund stehen. Die Verwertung von Biomasse wird in der zukünftigen Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen, da sie konkurrenzlos und im Prinzip ohne ökologische Belastung zur Verfügung steht.

Die zentralen Themen auf dem Forum sind zu Beginn der Veranstaltung die Lenkungsmechanismen zur Förderung der Biomasseverwertung aus Sicht des Bundes sowie die zu erwartenden Konsequenzen aus der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Es schließt sich eine Statusbilanz der verschiedenen Formen der Biomasseverwertungan. Hierbei steht die Biogaserzeugung aus Abfällen im Mittelpunkt und wird anhand verschiedener aktueller Praxisbeispieleveranschaulicht.

Darüber hinaus werden Fragen des Immissions- und Emissionsschutzes, der Anlagenoptimierung, der optimierten Bioabfallaufbereitung sowie derstofflichen und energetischen Verwertung von Grünabfällen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Ergänzend hierzu werden neue Verfahren und Erkenntnisse der Biomassebehandlung präsentiert. Weiterhin bleibt genügend Raum für Diskussionen, Gespräche und zum Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung wird ergänzt durch eine begleitende Fachausstellung zu den Themen Anaerobtechnik undAufbereitung mit Infoständen verschiedener Firmen.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.
Die Progammübersicht finden Sie hier.

Praktische Versuche zu Pflanzenbauprojekt für Biogasanlagen beendet

Das seit 3 Jahren vom Landwirtschaftsministerium geförderte Forschungsprojekt zur Optimierung der Produktionstechnik geeigneter Fruchtarten und die Untersuchung von effizienten Fruchtfolgen nähert sich dem praktischen Ende. Ziel ist die Untersuchung verschiedener Anbausysteme der Substratproduktion für Biogasanlagen, wobei der Schwerpunkt mit Absicht auf Alternativen zum Mais liegt.

In dem Forschungsprojekt zu Pflanzenbausystemen für Biogasanlagen sollte die Substratproduktion für die Biogasanlageverschiedener Anbausysteme auf Praxistauglichkeit untersucht werden. Die Versuche bezogen sich dabei besonders auf dieGetreide-Ganzpflanzensilage. Der Mais wurde wegen des bereits starken Anbaus nicht berücksichtigt. Vielmehr sieht das Ministerium darin einen wichtigen Schritt dem stark zunehmendem Anbau von Mais entgegenzuwirken und damit dieAkzeptanz der Biogasproduktion bei der Bevölkerung zu stärken.

Nach Meinung der Forscher ist die Verwendung von Getreide-Ganzpflanzensilage als Mais-Alternative sinnvoll. Für den Zweitfruchtanbau wurden anschließend verschiedene Früchte untersucht. Dabei stellten die Forscher fest, dass besonders der Grünroggen geeignet ist. Dieser weist im Winter gute Eigenschaften als Bodendecker auf, wodurch die Nährstoffauswaschung und die Erosion verringert werden. Mit diesen pflanzenbaulichen Eigenschaften und einer späteren Verwertung in der Vergärung, bietet der Grünroggen eine gute Alternative zum Mais.

Diese Versuche wurden an insgesamt drei repräsentativen Versuchsstandorten in Bayern durchgeführt, um die Regionalität Bayerns zu berücksichtigen. Die Versuchsflächen der LfL befinden sich in Pettenbrunn bei Freising, in Ansbach und in Straubing.

 

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Werden alle pflanzlichen Krankheitserreger in Biogasanlagen abgetötet?

Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Ausbringung von Gärresten nachwachsender Rohstoffe wirklich sicher ist und keine Krankheitserreger für die Pflanzen mit ausgebracht werden. Nach den Ergebnissen aus einer neuen Studie mehrerer Universitäten und Institute geht im Prinzip keine Gefahr von Gärresten aus.

In Laborbiogasanlagen wurde der Einfluss der Vergärung auf die Abtötung verschiedener Schaderreger in Versuchen der Humboldt Universität in Berlin, der Universität Rostock, des Julius Kühn-Instituts, dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und der Bioenergieberatung Bornim untersucht. Dabei wurde nach sechs Stunden bei 37 °C deutlich, dass viele Erreger bereits abgetötet wurden. Bestimmte Pilze konnten dagegen erst nach 24 bzw. 138 Stunden nicht mehr nachgewiesen werden. Ebenso wurde festgestellt, dass die meisten Krankheitserreger nach einer vierwöchigen Lagerung die Vermehrungsfähigkeit über Sporen verloren haben. Daher konnten lebensfähige Schadpilze nach der Lagerung nicht mehr nachgewiesen werden.

Die Versuche liefen über 140 Stunden. In Anbetracht der noch längeren Verweilzeit der Substrate in den Anlagen ist eineGefährdung sehr unwahrscheinlich. Eine Rolle bei der Abtötung der Schadorganismen spielen die thermische Stabilität der Erreger, das Substrat sowie die Lagerzeit nach der Vergärung. Ein Problem stellt die bakterielle Ringfäule an Kartoffelndar. Weder durch eine Vergärung über 138 Stunden noch durch die Lagerung war es möglich, den Erreger im Labor abzutöten. Bisher können mit Ringfäule befallene Kartoffen deshalb als nicht risikofrei bewertet werden. Die Ergebnisse müssen noch in der Praxis überprüft werden, um anschließend Empfehlungen für die Hygienisierung in Biogasanlagen abgeben zu können.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Neue Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdünger

Seit dem 1. September 2010 besteht Aufzeichnungs- und Meldepflicht für Wirtschaftsdünger bei der Abgabe, dem Befördern und der Aufnahme. Die Meldepflicht erstreckt sich dabei auf Importe – sowohl aus dem Ausland als auch aus anderen Bundesländern. Für gewerbsmäßige Inverkehrbringer gilt unterdessen eine generelle Meldepflicht.

Unter Wirtschaftsdünger sind alle in der Landwirtschaft anfallenden tierischen Ausscheidungen und pflanzliche Stoffesowie Mischungen aus diesen zu verstehen. Aerobe oder anaerobe Behandlungen haben keinen Einfluss auf den Status.
Die Verordnung gilt für alle Tätigkeiten mit Wirtschaftsdüngern und Stoffen die Wirtschaftsdünger als Ausgangsstoff oder Bestandteil enthalten. Darunter fallen das Inverkehrbringen, das Befördern und die Übernahme sowohl aus dem Inland als auch aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Alle drei Stellen (Abgeber, Beförderer und Empfänger) müssenspätestens nach einem Monat Aufzeichnungen mit Namen, Anschriften, Menge, Art und Nährstoffgehalten erstellen. Entsprechende Meldungen müssen den Behörden erstattet werden, wenn die Wirtschaftsdünger importiert oder das erste Mal in Verkehr gebracht werden. Die Aufzeichnungspflicht gilt ab dem Zeitpunkt, ab dem das Inverkehrbringen abgeschlossen ist.

Beim Inverkehrbringen, Befördern und der Übernahme innerhalb von 50 km sind die Aufzeichnungspflichten gelockert, sofern der Wirtschaftsdüngerinnerhalb eines Betriebes bzw. desselben Verfügungsberechtigen bleibt. Dasgleiche gilt für Betriebe, die unter die Düngeverordnung fallen und nicht zur Erstellung eines Nährstoffvergleiches verpflichtet sind, und eine Menge von 500 kg Stickstoff (Summe aus betrieblichen Nährstoffanfall und aufgenommener Menge) nicht überschreiten. Eine Lockerung der Aufzeichnungen können auch Betriebe bekommen, die nicht mehr als 200 t Frischmasseim Jahr verwenden oder diese in Verpackungen mit weniger als 50 kg nicht gewerbsmäßig an Endverbraucher geben.

Für den Vollzug ist in Bayern die Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Agrarökologie, Ökologischen Landbau und Bodenschutz verantwortlich.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.
Verordnungstext
Erläuterungen
Formular zur Aufzeichnung für die eigenen Unterlagen
Formular für den Import von Wirtschaftsdüngern aus anderen Bundesländern und dem Ausland
Formular zur Mitteilung eines gewerbsmäßigen Inverkehrbringens von Wirtschaftsdüngern

2. Arbeitsentwurf der Klärschlammverordnung

Das Bundesministerium für Umwelt hat den 2. Entwurf der Klärschlammverordnung mit Vorgaben zur hygienisierenden Klärschlammbehandlung, zur Analytik, zur regelmäßigen Qualitätssicherung, zum Lieferschein sowie die Begründung veröffentlicht. Der 2. Arbeitsentwurf soll interessierten Kreisen Gelegenheit bieten sich zu der Überarbeitung der Klärschlammverordnung zu äußern.

Da dieser Entwurf jedoch im Vorfeld der späteren Erarbeitung des Referentenentwurfs entstanden ist, wurde darüber in der Bundesregierung noch nicht abgestimmt.
In dem Entwurf wird der Schwerpunkt auf die Ausdehnung des Geltungsbereichs auf Maßnahmen des Landschaftsbaus als auch auf eine stärkere Berücksichtigung organischer Schadstoffe, eine Festlegung von Anforderungen an die seuchenhygienische Unbedenklichkeit und eine regelmäßige freiwillige Qualitätssicherung gelegt.

Es wird ein Nachweis für eine ausreichende seuchenhygienische Behandlung gefordert, da Schadorganismen für Mensch, Tier und Pflanze enthalten sein könnten. Dieser Nachweis wird erbracht, indem der Testorganismus Salmonella senftenberg W775 nach der Behandlung nicht mehr nachweisbar ist. Ferner werden weitergehende Behandlungen von Klärschlämmen genannt, die gewisse Anforderungen einhalten müssen. Dazu gehören u.a. eine ständige eingriffsfreie Messung der Prozessbedingungen sowie eine Prozessprüfung bzw. Baumusterprüfung. Für die verschiedenen Verfahren (z.B. Pasteurisierung, Kompostierung oder thermische Konditionierung) werden Beschreibungen mit Art und Notwendigkeit der Überprüfung bereitgestellt.

Grenzwerte für Schadstoffe im Klärschlamm gelten für die Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink. Ferner sind Grenzwerte für AOXB(a)PPCB (jeweils die KongenereNummer 28, 52, 101, 138, 153 und 180), PCDD/PCDF (in Nanogramm TCDD-Toxizitätsäquivalente) und PFT (als Summe von PFOA und PFOS). Für die Schwermetalle wurden die Grenzwerte für eine verringerte Eintragung in Bödenherabgesetzt und werden neuerdings auch auf die Bodenart bezogen. Für PFT gilt bis zum 31.12.2011 ein höherer Grenzwert, welcher zum 1.1.2012 abgesenkt wird. Von Vorteil ist die Tatsache, dass die Novelle mit der Bioabfallverordnung (BioAbfV9 und der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) harmonisiert wird.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.
Neufassung der Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
Grenzwerte für im Klärschlamm enthaltene Schadstoffe
Verfahren für eine weitergehende Klärschlammbehandlung zum Zwecke der Reduzierung von Schadorganismen
Probenahme, Probenvorbereitung und Probenuntersuchung
Lieferschein des Klärschlammerzeugers gemäß § 10 Absatz 1 Satz 1 AbfKlärV
Begründung

2. Änderungstarifvertrag für die Branche Abfallwirtschaft

Der Mindestlohntarifvertrag der Abfallwirtschaftsbranche vom 7. Januar 2009 wurde durch den 2. Änderungstarifvertrag vom 19. August 2010 angepasst. Danach beträgt der Mindestlohn ab dem 1. November 8,24 € pro Stunde.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sowie der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE) haben mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einen neuen Tarifvertrag geschlossen, in welchem ein neuer Mindestlohn von 8,24 € für die Branche Abfallwirtschaft vereinbart wurde. Diese Vereinbarung istmindestens bis 31. August 2011 gültig und kann mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist immer zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Eine Nachwirkung wird bei einer Kündigung ausgeschlossen.

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Vollzugshinweise für den Umgang mit Straßenkehricht

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat Vollzugshinweise für die Bereitstellung zur Abholung und zur Zwischenlagerung von Straßenkehricht herausgegeben. Die fachlichen Empfehlungen in den Vollzugshinweisen sollen neben organisatorischen Aspekten und der Luftreinhaltung insbesondere die Bereitstellung und Zwischenlagerung von Straßenkehricht konkretisieren.

Immer, wenn nasser Straßenkehricht transportiert oder gelagert wird, lösen sich Schadstoffe im Wasser. Problematisch wird das, wenn der Boden nicht befestigt ist und das belastete Wasser in den Boden und das Grundwasser gelangen kann. Durch eine regelmäßige Überschreitung der Vorsorgewerte der BBodSchV für Schadstoffe besteht bei einer nicht fachgerechten Lagerung eine generelle Gefährdung des Bodens und des Grundwassers. Aus diesem Grund wurdeneinheitliche Standards festgelegt, die Schäden verhindern sollen. So z.B. sind Lager- und Betriebsflächen abzudichten und müssen aus einem Material bestehen, welches durch die Abfälle und Abwässer auf diesen Flächen nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Ebenso müssen die Abwässer getrennt erfasst,gereinigt und gegebenenfalls einer entsprechenden Entsorgung zugeführt werden.

Eine Bereitstellung zur Abholung von Straßenkehricht am Straßenrand ist nur unter sehr strengen Voraussetzungen und nach den Vollzugshinweisen nur für maximal drei Werktage gestattet. Für belasteten Kehricht gelten die gleichen Anforderungen für die Bereitstellung wie bei der Zwischenlagerung. Es sind entweder entsprechende Behälter zu verwenden oder die Bereitstellung hat auf einem befestigtem Untergrund mit Anschluss an das Kanalsystem zur Abwasserreinigung zu erfolgen. Eine Ausnahme stellen Laubabfälle dar. Die Zwischenlagerung erfolgt in dafür vorgesehenen und ausgestatteten Anlagen. Die Zwischenlagerung sollte nach den Vollzughinweisen ein Jahr nicht überschreiten.

 

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